Mit Zucht und Verkauf von Tauben seinen Lebensunterhalt bestreiten – eine risikoreiche Investition?

 

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In Europa war das Züchten von Tauben jahrzehntelang ein lukratives Geschäft. Vor allem die Nachfrage nach Brieftauben war enorm. Heutzutage ist das kaum noch der Fall. In Deutschland können nur die wenigsten Taubenzüchter von ihrem Hobby leben. Das hängt allerdings auch damit zusammen, dass sie kaum das Internet zur Vermarktung ihres Angebots nutzen. Dadurch entgehen beispielsweise internationale Abnehmer, die unter Umständen bereit sind, enorme Summen für gute Exemplare zu bezahlen. In Asien und dem Nahen Osten ist das Taubengeschäft nämlich immer noch Gang und Gebe, weswegen man sein Angebot auf diese Märkte ausweiten sollte. Aber es gibt noch einige weitere Gründe, die dafürsprechen, das Internet in sein Geschäft einzubeziehen.

Schritt für Schritt Anleitung:

  1. Ausreichend Startkapital ansparen
  2. Sich Fachwissen über Taubenzucht aneignen
  3. Erste Kontakte in der Szene knüpfen
  4. Eine geeignete Zuchtfläche kaufen/mieten
  5. Die nötigen Utensilien besorgen z. B. Käfige und Futter
  6. Einige vielversprechende Exemplare kaufen (Pigeon Paradise etc.)
  7. Seine Taubenzucht so professionell wie möglich betreiben
  8. Tauben für Events vermieten und an kaufkräftige Interessenten vermitteln
  9. Mit einer eigenen Webseite seine Reichweite erhöhen
  10. Als professioneller Taubenzüchter gutes Geld verdienen

Voraussetzungen um mit der Zucht von Tauben Geld zu verdienen

Nur die wenigsten haben mit der Taubenzucht Erfolg. Zudem ist gerade ohnehin nicht der beste Zeitpunkt, um in das Geschäft einzusteigen. Die Nachfrage in Deutschland und auch im sonstigen europäischen Raum ist nicht allzu hoch, weswegen gerade der Aufbau einer Taubenzucht eher kritisch ist. Mit dem nötigen Startkapital und reichlich Motivation, kann man allerdings auch hiermit viel Geld verdienen. Infrage kommt diese Tätigkeit aber ohnehin nur dann, wenn ein großes Interesse an der Lebensweise und Zucht von Tauben besteht. In diesem Fall muss man sich um eine ausreichend große Fläche kümmern, sodass die Tiere auch artgerecht gehalten werden können. Hinzukommen unter anderem noch Käfige, Futter und gegebenenfalls Tierarztbesuche. Alles sollte gewissen Standards entsprechen, was sehr schnell ins Geld gehen kann. Besonders teuer ist allerdings der Ankauf der Tauben. Gute Zuchtexemplare bekommt man z. B. bei den Auktionen von Pigeon Paradise. Für 200 bis 300 Euro kann man hier einige gute Tiere ergattern. Das Geld muss man natürlich erst mal parat haben.

Doch all diese Investitionen bringen einem wenig, wenn man nicht über das nötige Fachwissen verfügt. Dieses kann man sich zwar mit der Zeit aneignen, dennoch sollte man nur mit einer gewissen Informationsbasis einsteigen. Sonst kann es sehr leicht passieren, dass viel Geld unnötigerweise in den Sand gesetzt wird. Auch wenn das Züchten und Handeln mit Tauben nicht allzu kompliziert klingt, handelt es sich hierbei um ein raues Geschäft. Trotz der geringen Nachfrage gibt es immer noch ausreichend Konkurrenten, die einem das Leben wirklich schwermachen können. Um sich langfristig in diesem Traditionsgeschäft durchsetzen zu können, braucht man definitiv ein dickes Fell. Von Anfang an sollte man höchstprofessionell arbeiten und stets versuchen die beste „Ware“ zu liefern. Um sich erst mal einen Namen zu machen ist es jedoch möglicherweise erforderlich, dass man seine Tauben günstig anbietet und dadurch erste Kontakte knüpft. Hierfür ist eine gewisse Kontaktfreudigkeit sehr hilfreich.

Vermarktungsmöglichkeiten von Tauben

Besonders gefragt sind schön gezüchtete Brieftauben. Diese werden beispielsweise gerne für Rennen genutzt. Sammler zahlen für gute Exemplare auch einige tausend, zehntausend oder gar hunderttausend Euro. Die meisten dieser kauffreudigen Interessenten finden sich allerdings in Asien und im Nahen Osten. Eine gute Anlaufstelle ist beispielsweise China. Ohne hinreichende Kontakte stehen die Chancen hier aber eher schlecht. Daher gilt es sich erst einmal einige Kontakte aufzubauen und mit kleineren Geschäften etwas Geld einzunehmen. Helfen kann einem hierbei eine eigene Webseite. Diese sollte man komplett seinem Geschäft widmen und dabei versuchen seine Reichweite zu erhöhen. Bereits kleinere Investitionen können hier Wirkung zeigen. Schließlich kann sich aus jedem Kunde ein Stammkunde entwickeln, der sich als wichtige Stütze für das eigene Unternehmen erweist. Sollte man es gar schaffen einige tausend Besucher im Monat zu verzeichnen, kann man selbst mit größeren Händlern konkurrieren.

Bis man sich allerdings etwas aufgebaut hat, gilt es gelegentlich in den sauren Apfel zu beißen. Auch über eBay Kleinanzeigen lassen sich Brieftauben verkaufen. Hier gehen diese allerdings im Schnitt für 20 bis 30 Euro weg. Nur in Ausnahmefällen sollte man hierüber seine Tauben verkaufen. Beispielsweise dann, wenn ein großer Überschuss besteht oder einige Tauben aus dem Zuchtmuster fallen. In den meisten Fällen ist es jedoch lukrativer, wenn man seine Tauben für unterschiedliche Events zur Verfügung stellt. Weiße Brieftauben werden beispielsweise gerne für Hochzeiten gebucht. Bereits für das Ausborgen einiger solcher Exemplare, kann man als Züchter gutes Geld verlangen. Theoretisch ist hier einiges möglich. Neben Hochzeiten eignen sich Tauben beispielsweise auch für Geschäftsfeiern oder Kindergeburtstage. Hier werden diese allerdings wesentlich seltener gebucht. In der Regel empfiehlt es sich sein Geld hauptsächlich durch Events einzunehmen und seine gezüchteten Tauben erst dann zu verkaufen, wenn man einen kaufkräftigen Interessenten gefunden hat.

So viel können Sie mit dem Verkauf von Brieftauben verdienen

Pigeon Paradise ist der beste Beweis dafür, dass unglaublich hochpreisige (Brief)tauben gehandelt werden. Zwei gute Beispiele sind der Verkauf von Ike für 250000 Euro und der Verkauf von Bolt für 310000 Euro. Beide Male handelte es sich um einen reichen chinesischen Abnehmer. Wenngleich solche Verkäufe eher selten sind, zeigt es doch sehr gut, welches Potential im Verkauf von Brieftauben steckt. Sollte man seine Tauben allerdings an andere Züchter verkaufen, springen in der Regel „nur“ einige hundert oder tausend Euro dabei raus. Dennoch kann sich auch das als lohnenswertes Geschäft herausstellen. Vorausgesetzt natürlich, dass man eine gewisse Qualität liefern kann. Schließlich suchen andere Züchter meist nach Exemplaren, die sie für das Züchten weiterer Tauben nutzen können. Es sind hierfür also nicht unbedingt gleich „Champions“ notwendig. Die hohen Investitions- und laufenden Kosten sollte man jedoch immer im Hinterkopf behalten.