Sponsored Posts auf YouTube – eine attraktive Einnahmequelle?

Wahrscheinlich fragen Sie sich jetzt, was dieses YouTube Video mit Geld verdienen überhaupt zu tun hat. Zumindest dann, wenn Sie das Video nicht bis zum Ende geschaut haben. Schließlich scheint es so gar nicht zum Konzept zu passen. Mit YouTube lassen mittels zahlreicher Methoden Geld verdienen. Die bekanntesten hiervon sind wohl Google AdSense und das Setzen von Affiliate-Links. Doch es gibt noch einige andere vielversprechende Optionen, um mit YouTube gute Gewinne zu erzielen. Eine sehr beliebte davon sind Produktplatzierungen, welche auch als Sponsored Posts bezeichnet werden. Das hier aufgeführte Video, verfolgt also einen Werbezweck und ist im Zuge einer Kooperation entstanden.

Schritt für Schritt Anleitung:

  1. Bei YouTube anmelden
  2. Thema für eigenen Kanal wählen
  3. Titel und Kanalbeschreibung
  4. Videos veröffentlichen
  5. Aufrufe und Abonnenten hinzugewinnen
  6. Auf Kooperationen warten
  7. Einen Pauschalbetrag ausmachen
  8. Sponsored Posts veröffentlichen
  9. Geld verdienen

Kennzeichnung von Sponsored Posts

sponsored posts 1

Wenn man ein solches Werbevideo veröffentlichen möchte, muss man sich an gewisse rechtliche Richtlinien halten. Es ist nämlich erforderlich, dass das Video als Sponsored Post gekennzeichnet wird. Das ist auch der Grund, weswegen hier am Anfang des Videos eine Einblendung mit „UNTERSTÜTZT DURCH PRODUKTPLATZIERUNG“ zu sehen ist. Dieser Hinweis muss dabei mindestens 3 Sekunden lang sichtbar sein. Allerdings ist nicht nur eine Kennzeichnung am Anfang, sondern auch am Ende des Videos nötig. Sollte es zudem eine Werbeunterbrechung geben, muss nach dieser ebenfalls „UNTERSTÜTZT DURCH PRODUKTPLATZIERUNG“ eingeblendet werden. Aber auch die Kennzeichnung mittels eines „P“ ist möglich und geläufig.

Außerdem kann der YouTuber selbst auch durchaus äußern, dass es sich um einen Sponsored Post handelt. Das bietet sich beispielsweise am Anfang oder Ende des Videos an. In dem obigen Video, hat das die YouTuberin auch getan. Sie bewirbt direkt die Produkte von Rügenwalder und erwähnt diese auch als Sponsor des Videos. Auch erfolgt eine sehr positive Äußerung zum Anbieter, welche diesen in ein gutes Licht rückt. Das ist prinzipiell auch die Art und Weise, wie man einen Sponsored Post richtig gestaltet. Es hat sich nämlich nicht nur um ein reines Werbevideo gehandelt, sondern um ein unterhaltsames Video, dass auch dem Stil der YouTuberin entspricht. Das ist natürlich wesentlich sympathischer und fairer der Fangemeinde gegenüber. Bei Produktplatzierungen, welche als klare Schleichwerbung zu werten sind, ist das natürlich nicht der Fall. Zudem sind diese auch rechtlich eher fragwürdig.

 

Das Prinzip hinter Sponsored Posts

In folgendem Screenshot kann man sehr gut erkennen, was denn genau das Prinzip hinter Sponsored Posts überhaupt ist. Sollte man sich das Video angeschaut haben, wird man das womöglich ohnehin schon tun. Eine so ausführliche Erklärung seitens des YouTubers ist aber nicht die Regel. Diese erwähnt nicht nur den Sponsor des Videos, sondern auch dessen Produkte und ihre Meinung hierzu. Ob letztere natürlich tatsächlich der Meinung der YouTuberin entspricht, ist eine ganz andere Frage. Schließlich handelt es sich ja um ein Werbevideo.

Doch kehren wir wieder zum Screenshot zurück. Unter dem Video sind Informationen einsehbar, die auf den Sponsor verweisen. Da wäre zum Beispiel ein Link, auf den man klicken kann, wenn man sich über vegetarische Produkte informieren möchte. Sollte man das tun, wird man auf eine Unterseite von Rügenwalder weitergeleitet, die ausschließlich vegetarische Produkte anbietet. Zusätzlich hierzu ist auch folgender Satz zu lesen: (P) Dieses Video wurde unterstützt durch eine Produktplatzierung der vegetarischen Produkte von Rügenwalder. Es ist also leicht nachzuvollziehen, was für einen Nutzen Sponsored Posts für Unternehmen haben und wieso diese gegebenenfalls auch dazu bereit sind, hierfür sehr hohe Summen zu bezahlen.

Bei einem YouTube Channel wie dem von Joyce, ist die Reichweite natürlich sehr groß. Diese hat derzeit nämlich ganze 1,2 Millionen Abonnenten. Dadurch sehen natürlich viele Menschen das Video und werden dadurch auch auf die vegetarischen Produkte von Rügenwalder aufmerksam gemacht. Bei Viewern, welche ohnehin schon Vegetarier sind, ist es daher nicht unwahrscheinlich, dass Sie sich von der YouTuberin beeinflussen lassen und die vegetarischen Produkte von Rügenwalder probieren. Aber auch bei dem ein oder anderen Fleischesser, könnte das Video dazu führen, dass dieser in Zukunft ein größeres Interesse an vegetarischen Produkten aufweist.  Selbst ein Sinneswandel aus moralischer Überzeugung, ist theoretisch möglich. Außerdem sollte man keineswegs vergessen, wie positiv sich die YouTuberin zu Rügenwalder äußert. Das hat natürlich auch einen positiven Einfluss auf das Image der Marke.

Wie viel Geld sich mit Sponsored Posts verdienen lässt

Das ist eine Frage, welche sich pauschal nicht beantworten lässt. Jede Kooperation ist individuell und hängt von vielerlei Faktoren ab. So ist es beispielsweise nicht unüblich, dass man über die zu zahlende Summe verhandelt. Ein entscheidender Faktor für das Geld, welches man von den Kooperationspartnern geboten bekommt, ist dabei natürlich die Reichweite des eigenen Kanals. Sollte man nur einige tausend Abonnenten haben, ist es sehr unwahrscheinlich, dass eine Kooperationsanfrage überhaupt stattfindet. Sind es allerdings einige hunderttausend, so sieht das Ganze schon ein wenig anders aus. Dabei sollte man bedenken, dass die Kooperationspartner auf einen zukommen. Man macht sich in der Regel also nicht selber auf die Suche danach. Zudem ist es natürlich nicht irrelevant, welches Thema der eigene Kanal hat. Rügenwalder würde also womöglich kaum bei einem berühmten Let´s Player eine Kooperationsanfrage stellen. Bei der YouTuberin Joyce, welche selbst Vegetarierin ist und deren Kanal vielerlei Themen beinhaltet, ist das natürlich bereits etwas ganz Anderes.