Als Clickworker Geld verdienen? Möglich, doch dadurch wird man nicht reich.

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Clickworker ist eine sehr große Plattform für Datenmanagement. Die Service-Plattform kann von Unternehmen genutzt werden, um verschiedenste Aufgaben im eCommerce durchführen zu lassen. Diese Aufgaben müssen natürlich auch erledigt werden. Man hat also bei Clickworker auch die Möglichkeit, sich als Arbeiter zu registrieren. Ein solcher wird auf der Plattform als „Clickworker“ bezeichnet, wodurch sich auch der Name des Anbieters erklären lässt. Es gibt dabei verschiedene Verdienstmöglichkeiten, die Auszahlung ist zuverlässig und man kann sich aussuchen wann man arbeitet. Klingt ja alles soweit recht gut. Dennoch finden wir die Plattform nur bedingt empfehlenswert. Denn Clickworker beinhaltet auch einige klare Nachteile, die ganz klar dagegensprechen, dass man hierfür seine Zeit aufwendet.

Schritt für Schritt Anleitung:

  1. Als Clickworker registrieren
  2. Qualifikationen absolvieren
  3. Zwischen möglichen Aufträgen wählen
  4. Aufträge ausführen
  5. Bezahlung erhalten
  6. Sich von Clickworker auszahlen lassen

Die Anmeldung auf Clickworker

Bevor man auf der Plattform tätig werden kann, sind einige Schritte erforderlich. Die Grundvoraussetzung ist natürlich, dass man sich auf der Plattform anmeldet. Dafür muss man erst einmal auswählen, ob man die Plattform als Clickworker oder Auftraggeber nutzen möchte. In unserem Fall müssten Sie sich als Clickworker anmelden und auf „Jetzt kostenlos registrieren“ klicken.

Der nächste Schritt ist ganz einfach. Man wählt einfach das Land aus, aus welchem man arbeiten möchte. Ist man also in Deutschland ansässig, wählt man natürlich Deutschland aus. Wohnt man dagegen im Ausland, gibt man das jeweilige Land an. Es ist empfehlenswert, dass man hierbei richtige Angaben macht. Ansonsten kann es später zu Problemen mit der Bezahlung kommen, was natürlich durchaus frustrierend wäre.

 

Sobald meinen seinen Wohnsitz angegeben hat, wird direkt ein Formular aufgeklappt. Der hier verwendete Screenshot, zeigt nur einen Ausschnitt des Formulars. Neben den persönlichen Daten, muss man noch seine Adresse, eine E-Mail-Adresse, Zugangsdaten und die befindliche Zeitzone angeben. Anschließend stimmt man lediglich den Nutzungsbedingungen zu. Daraufhin bekommt man einen Aktivierungslink an seine E-Mail zugeschickt. Sollte man seinen Account aktiviert haben, kann man prinzipiell direkt loslegen. Zuvor muss man aber noch einige kleinere Tests ausführen, damit man sich qualifiziert und gemäß der eigenen Qualifizierung, Aufgaben zugeteilt bekommen kann.

 

Das Jobangebot von Clickworker

Schauen wir uns also mal an, was Clickworker so für Aufträge parat hat. Dieser Screenshot bezieht sich zwar auf die Auftraggeber, kann aber dennoch hierfür verwendet werden. Dadurch ist nämlich gut ersichtlich, was für Aufgaben durchgeführt werden müssen. Da wäre zum Beispiel das Schreiben von Texten. Man kann Produktbeschreibungen, Glossartexte, Ratgeber und SEO-Texte verfassen. Aber auch Produktkategorisierungen, sowie das Taggen von Bildern und Videos ist möglich. Wen alle diese Dinge nicht ansprechen, der kann sich theoretisch auch mit Rechercheaufgaben beschäftigen. Das sind aber nur einige der möglichen Arbeitsbereiche. Werfen wir also einen Blick auf die restlichen.

Man kann bei Clickworker sogar Geld mit dem Ausfüllen von Umfragen machen. Das ist natürlich eine sehr simple und angenehme Aufgabe, sich nebenbei etwas dazuzuverdienen. Zusätzlich hierzu, kommen noch Aufgaben zu KI-Trainingsdaten und zur Produktdatenpflege. Letzteres beinhaltet beispielsweise, dass man Informationen zu einzelnen Produkten bereitstellt oder die Suchfunktion eines Online-Shops optimiert. Damit bleibt lediglich noch eine Aufgabentätigkeit, der man sich auf Clickworker widmen kann.

Diese fällt unter den Bereich Mobiles Crowdsourcing. Hierbei geht es um die Überwachung von Point-of-Sales-Kampagnen. Wenn man sich für diese Tätigkeit entscheidet, wird die Aufgabe in der Regel darin liegen, dass man Fotobeweise abliefert. Diese sollen zur Verifizierung bestimmter Informationen dienen. Alles in allem klingt das Jobangebot bei Clickworker doch wirklich sehr interessant. Theoretisch bieten sich also zahlreiche Möglichkeiten zum Geld verdienen. Klingt doch prinzipiell nach einem recht lukrativen und abwechslungsreichen Job.  Die Praxis sieht allerdings oftmals anders aus.

Wieso wir der Ansicht sind, dass Clickworker sich nicht lohnt

Auf den ersten Blick scheint die Plattform tatsächlich eine hervorragende Möglichkeit zu sein, wenn man sich etwas dazuverdienen möchte. Leider wird diese Wunschvorstellung schnell von der Realität eingeholt. Da wäre zum einen der Verdienst. Seitens Clickworker soll es theoretisch sogar möglich sein, Stundenlöhne von über 10€ zu erzielen. Solche Beträge dürften zwar in der Theorie möglich sein, werden allerdings nur in sehr seltenen Fällen tatsächlich erzielt. Für die meisten Aufgaben bietet Clickworker nämlich vergleichsweise geringe Vergütungen an. So kann es durchaus sein, dass man für das Schreiben eines größeren Textes, dessen Vergütung prinzipiell durchaus attraktiv erscheint, einen Stundenlohn weit unter dem derzeitigen Mindestlohn erhält. Man kann aber natürlich auch kleinere Aufgaben ausführen. Da wäre zum Beispiel das Bewerten von eBay Kategorien. Hierfür bekommt man 0,14€/Auftrag. Sollte man eine solche in 1 Minute absolvieren, würde der Stundenlohn schon mal fast 8,40€ betragen. Das ist fast der Mindestlohn in Deutschland. Dafür, muss man aber auch sehr schnell und konzentriert arbeiten.

 

Womit wir beim zweiten Problem wären. Es ist nämlich nicht immer möglich, dass man überhaupt schnell arbeiten kann. Die Plattform hat nämlich des Öfteren Probleme, die die Ladegeschwindigkeiten enorm beeinflussen können. Sollte Das der Fall sein, ist das natürlich nicht nur ärgerlich, sondern man verliert auch wertvolle Zeit. So kann der gewünschte Stundenlohn rapide nach unten fallen, wodurch die Arbeit prinzipiell gar nicht mehr lohnenswert ist. Solche Probleme sind leider allgegenwertig und werden auch seitens vieler (ehemaliger) Clickworker kritisiert. Bereits bei den Tests, die zur Qualifizierung durchgeführt werden müssen, können solche Probleme auftreten.

Blieben nur noch die abwechslungsreichen Jobs. Doch auch hier gibt es etwas, dass man negativ anmerken muss. Die Bereitstellung von Aufträgen ist sehr unregelmäßig. So kann es durchaus auch mal Tage geben, an denen man nichts zu tun hat. Man kann sich also nur bedingt auf die Plattform verlassen. Sollten doch mal einige Jobs zur Verfügung stehen, so ist noch lange nicht gewährleistet, dass man die Arbeit verrichten kann, welche man auch tatsächlich verrichten möchte. So ist man oftmals gezwungen, schlicht und einfach die Dinge zu nehmen, die gerade vorhanden sind. Man wird also möglicherweise nur sehr selten die Jobs machen können, für die man sich interessiert, die Spaß machen und wo man eine ordentliche Vergütung erhält. Das alles sind natürlich Gründe, die gegen eine Nutzung von Clickworker sprechen. Wer sich hiervon nicht abschrecken lässt, kann ja trotzdem mal einen Versuch wagen. Denn trotz aller Nachteile, ist der Anbieter wenigstens seriös.