Als Theologe seiner persönlichen Berufung nachgehen und damit überraschend viel Geld verdienen

theologe bild 1

Viele Berufe bieten sich nur für einen bestimmten Kreis von Menschen an. Dazu gehören auch allerlei religiöse Berufe wie z. B. der des Theologen. Wer dem christlichen Glauben angehört und die nötige Hingabe zu Gott besitzt, für den könnte diese Tätigkeit genau das Richtige sei. Es handelt sich hierbei vielmehr um eine Berufung, als um einen klassischen Beruf. Wer jetzt allerdings denkt, dass Theologen von Luft und Liebe leben müssen, der täuscht sich damit gewaltig. Die Verdienstmöglichkeiten sind nämlich wirklich gut. Zudem genießen viele Theologen eine Menge Freiraum, den man so nur in den allerwenigsten Berufen hat.

Schritt für Schritt Anleitung:

  1. Sich seines Glaubens bewusstwerden
  2. Die allgemeine Hochschulreife absolvieren
  3. Für ein Theologiestudium bewerben
  4. Angenommen werden und Grundstudium absolvieren
  5. Im Hauptstudium seine Schwerpunkte setzen
  6. Sein Studium mit bestmöglicher Leistung fertigstellen
  7. Relevante Praktika absolvieren
  8. Einen geeigneten Karriereweg festlegen
  9. Als Theologe etwas bewegen und gutes Geld verdienen

Wie wird man eigentlich Theologe?

Wie bereits erwähnt sind der christliche Glaube und eine besondere Hingabe zu Gott essentiell, wenn man Theologe werden möchte. Andernfalls würde der Beruf nämlich wenig Sinn machen. Ob man allerdings katholisch, evangelisch oder orthodox ist, spielt hingegen nicht unbedingt Rolle. Der Werdegang zum Theologen erfolgt über ein Theologiestudium. Dieses setzt die allgemeine Hochschulreife voraus. Bewerben kann man sich an unterschiedlichen Universitäten. Einzige Voraussetzung ist dabei eine theologische Fakultät. Eine solche gibt es eigentlich an allen größeren Universitäten in Deutschland z. B. in Tübingen und Heidelberg. Als alternative Möglichkeit stehen kirchliche Hochschulen zur Verfügung.

Sollte man für ein Theologiestudium angenommen worden sein, steht einem eine lange Studienzeit bevor. Die Regelstudienzeit liegt nämlich bei 12 Semestern. Hier sind 2 Sprachsemester inbegriffen, die zum Grundstudium gehören. Diese beinhalten Altgriechisch, Althebräisch und Latein. Weitere Bereiche des Grundstudiums sind Dogmatik und Ethik. Nach Abschluss des Grundstudiums, geht es für Theologiestudenten mit dem Hauptstudium weiter. Dieses ist für den späteren beruflichen Werdegang besonders wichtig, da hier die persönlichen Schwerpunkte gelegt werden. So kann man sich beispielsweise auf Diakoniewissenschaft und Kirchensoziologie spezialisieren. Nach Abschluss des Studiums stehen einem viele Tätigkeitsfelder zur Verfügung.

 

Als Theologe Karriere machen – mehr Möglichkeiten als man denkt

Mit einem abgeschlossenen Theologiestudium stehen einem viel Wege offen. Es gibt zahlreiche Tätigkeitsfelder, in denen man als Theologe Fuß fassen kann. So kann man beispielsweise als Seelsorger in Hospizen arbeiten, Religion an Schulen unterrichten, einer Ethikkommission beitreten oder in Menschen- und Tierrechtsorganisationen aktiv werden. Selbst eine Karriere als Politiker ist durchaus denkbar. Schließlich gibt es hier viele namhafte und bedeutende Akteure, die ein abgeschlossenes Theologiestudium vorzuweisen haben. Hinsichtlich der Wichtigkeit von ethischen Fragen in der Politik, ist das eigentlich kaum verwunderlich. Des Weiteren gibt es natürlich noch zahlreiche kirchliche Berufe. Hier gibt es ein breitgefächertes Angebot. Unter anderem werden auch musikalisch begabte Theologen gesucht, die sich um die musikalische Untermalung der Gottesdienste kümmern.

Was Sie über die Arbeit als Pfarrer wissen sollten

Am verlockendsten und in vielen Fällen auch am bestbezahltesten, sind allerdings die unterschiedlichen Stellen in den Kirchengemeinden. Allen voran natürlich die Tätigkeit als Pfarrer. Hierbei handelt es sich um eine der häufigsten Karriereziele von Theologen. Man bekommt eine eigene Gemeinde übertragen und kann diese nach eigenen Vorstellungen verwalten. Generell hat ein Pfarrer ein hohes Maß an Freiraum und Selbstbestimmung. Mit diesem geht allerdings auch eine große Verantwortung einher. So müssen Gottesdienste gestaltet, Ministranten betreut und Wallfahrten geplant werden. Die Tätigkeit ist generell nicht immer einfach und kann sehr fordernd sein. Beispielsweise dann, wenn man Reden für Beerdigungen halten muss. Dafür gibt es auch viele schöne Ereignisse wie Taufen und Hochzeiten.

Wer eine Karriere als Pfarrer anstrebt, sollte sich unbedingt rechtzeitig für ein Vikariat bewerben. Ein guter Zeitpunkt für eine Bewerbung ist dabei der (erfolgreiche) Abschluss des ersten Theologieexamens. Gerade in kleineren Gemeinden nehmen Pfarrer eine sehr bedeutende Rolle ein und genießen ein hohes Ansehen. So ist es nicht unüblich, dass diese auch andere Positionen in der Gesellschaft einnehmen. So gibt es viele Pfarrer, die als Mitglied in der Gemeindeverwaltung tätig sind oder an Schulen arbeiten z. B. als Religions- oder Ethiklehrer. Aber auch Bibelkreise und wohltätige Organisationen, werden von Pfarrern ins Leben gerufen. Übrigens sind auch die Karrierechancen als Pfarrer bemerkenswert. Schließlich benötigen auch Bischöfe, Kardinäle und sogar der Papst motivierte, gläubigen Nachwuchs.

Was ein Theologe verdienen kann

Der Verdienst als Theologe richtet sich stark nach dem Weg, den man nach seinem Studium eingeschlagen hat. Am besten sieht es erwartungsgemäß bei den kirchlichen Berufen aus. Hier kann man mindestens mit einem Einstiegsgehalt von 2500 brutto rechnen. Selbst dann, wenn man keine hohe Position innehat. Als Pfarrer einer eigenen Gemeinde, ist dann schon wesentlich mehr drin. Selbst Bruttogehälter in Höhe von 5000 bis 6000 Euro sind keine Seltenheit. Es gibt aber auch Topverdiener, die auf 7000 bis 8000 Euro monatlich kommen. Die Verdienstmöglichkeiten sind also insgesamt recht gut. Dennoch sollte man niemals aus Geldgründen zu einem Theologiestudium greifen. Langfristig wird man es nämlich höchstwahrscheinlich bereuen. Unter anderem daher, da es gut möglich ist, dass man aufgrund seines Werdegangs auf bestimmte Annehmlichkeiten verzichten muss.