Als Bettler Geld verdienen – reich schnorren statt arbeiten gehen?

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Gerade in Großstädten sieht man häufig Bettler. Sie tummeln sich gerne an Einkaufspassagen und Bahnhöfen. Dabei lauern sie auf Passanten und hoffen auf eine Spende. Wenn man sich entscheidet etwas zu geben, weiß man hinterher nie so recht, ob der Bettler das Geld wirklich nötig hatte. Doch was verdient eigentlich ein Bettler im Durchschnitt? Kann er durch das Schnorren wirklich seinen Lebensunterhalt bestreiten? Diese und einige andere interessante Fragen rund ums Betteln, möchten wir Ihnen gerne beantworten. Dabei möchten wir gleich vorwegnehmen, dass es einigen Bettlern finanziell gar nicht so schlecht geht.

Schritt für Schritt Anleitung:

  1. Besorgen eines Geldbehälters
  2. Wahl eines geeigneten Standorts
  3. Positionierung am Standort und warten
  4. Gelegentlich Leute direkt ansprechen
  5. Regelmäßig Spenden erhalten
  6. Von morgens bis abends am Standort verharren
  7. Am Ende des Tages einen guten Verdienst erzielen
  8. Prozedur wiederholen oder Standort wechseln
  9. Langfristig als Bettler sein Geld verdienen

Was ein Bettler in Deutschland verdienen kann

In Deutschland ist die Lage für Bettler recht gut, was keineswegs auf der ganzen Welt der Fall ist. Allerdings gibt es starke Schwankungen, die vor allem mit den jeweiligen Regionen zusammenhängen. In Großstädten ist die Situation insgesamt am besten. Ein Tagesverdienst von 20 bis 30 Euro sind hier fast sicher. Man kann aber auch gut auf 50 bis 100 Euro kommen. Einige Bettelmeister erwirtschaften sogar höhere Summen. Das ist allerdings eher selten. Fakt ist, dass sich als Bettler mehr verdienen lässt, als viele Angestellte im Monat bekommen. Ein Großstadtbettler, der jeden Tag betteln geht, kommt mit einem durchschnittlichen Verdienst von 60 Euro am Tag, im Monat immerhin auf 1800 Euro netto. Schließlich wird das Geld ja nicht versteuert. Bettlern in ländlichen Gegenden geht es hingegen wesentlich schlechter. Gerade in kleineren Dörfern ist es gut möglich, dass nur wenige Euro am Tag zusammenkommen. Davon lässt es sich natürlich schlecht leben.

Wodurch sich der Verdienst als Bettler steigern lässt

Nicht alle Bettler kommen auf einen guten Verdienst. Bei einigen davon hängt das allerdings damit zusammen, dass diese ihre Möglichkeiten nicht voll ausschöpfen. Denn auch beim Betteln gibt es Konkurrenz. Gegen diese gilt es sich durchzusetzen. Das ist beispielsweise dadurch möglich, dass man ein kreatives Plakat aufstellt oder die richtigen Umgangsformen an den Tag legt. Generell kommt es auch stark auf die eigene Persönlichkeit an, was letztendlich durchs Schnorren eingenommen wird. Wer hier etwas Geschick beweist und weiß wie er die Menschen zu einer Spende bewegt, kann seine Einnahmen erheblich steigern. Das Geld wird übrigens fast immer aus dem Spendenbehälter entnommen. Das wird vordergründlich gemacht, damit der Spendende denkt, dass der Bettler bisher nur wenig bekommen hat. Es dient allerdings auch der Diebstahlgefahr.

Tatsächlich gibt es aber noch weitere interessante Tricks. So können auch Haustiere sehr hilfreich sein. Mit einigen Hundewelpen hat man gute Chancen, ein Vielfaches des üblichen Verdienstes zu erhalten. Hinzukommt noch die Mitleidsfrage. Bettler mit Behinderungen erhalten in der Regel wesentlich mehr, da es bei diesen offensichtlich ist, weswegen sie das Geld benötigen. Es reicht aber oftmals nicht, wenn man nur mitleiderregend aussieht und keine äußerliche Behinderung sichtbar ist. In solchen Fällen ist es unter Umständen sogar ratsamer, wenn eher auf ein gepflegtes Erscheinungsbild Wert gelegt wird. Tatsächlich gibt es viele Menschen, die gepflegtere Bettler bevorzugen und diesen eher eine Spende überreichen. Vorausgesetzt natürlich, dass diese nicht als Betrüger rüberkommen.

Vorsicht vor Betrügern! Schützen Sie sich vor kriminellen Bettlern

Nicht jeder Bettler hat das Geld wirklich nötig. Neben den echten Bettlern, die sich wirklich in einer Notlage befinden und auf Hilfe angewiesen sind, gibt es auch eine Vielzahl an Betrügern. Dabei handelt es sich nicht nur um Einzeltäter, die bereits ein gutes Leben führen und sich durchs Betteln noch etwas dazuverdienen möchten. Betteln wird sogar bandenmäßig betrieben. Die Banden operieren dabei in ganz Deutschland. Wie viel die mafiösen Strukturen durch diesen Verdienstzweig einnehmen, kann jedoch nur schwer gesagt werden. Da ein hoher Anteil der Bettler solchen Gruppierungen angehört, ist es manchmal schwierig einen Betrüger zu entlarven. Oft werden die Bettler aus wirtschaftlich schwachen Ländern nach Deutschland geholt und hier ausgebeutet. Dabei müssen sie den ganzen Tag betteln gehen und erhalten meist nur einen Bruchteil ihrer Einnahmen. Das System beruht dabei entweder auf leeren Versprechungen oder Drohungen. Viele Betrüger, unabhängig ob bandenzugehörig oder nicht, versuchen auf das Mitleid der Menschen anzuspringen. Es gibt dabei sogar so skrupellose Bettler, die eine schwere Behinderung vortäuschen. Meist ist dabei alles so geschickt inszeniert, dass sich der Betrug kaum erkennen lässt. Auch die Justiz hat sichtlich Probleme damit Betrugsfälle aufzudecken.