Der Begriff Gold

Prinzipiell dürfte Gold Jedem bekannt sein. Es handelt sich um ein chemisches Element und zählt zu den Edelmetallen. Gold hat zahlreiche Funktionen und ist weltweit verbreitet. Es wird gerne bei der Herstellung von Schmuck und anderen Gegenständen verwendet. Allerdings gilt es auch als beliebte Wertanlage. Für diesen Zweck erwirbt man es meist in Plättchen, Münzen und Barren. Das Material wird in der Börse geführt und dort in Unzen gerechnet. Prinzipiell gilt der Kurs als äußerst stabil. Neben diesen beiden grundlegenden Bereichen, wird Gold aber auch zu rituellen Zwecken genutzt. In Europa ist das allerdings seltener der Fall.

Geschichtlicher Hintergrund

Der Mensch fand früh Gefallen an Gold. Das lag vor allem am Glanz und der guten Verarbeitungsmöglichkeiten. Da es sich um ein äußerst seltenes Gut handelte, war es nur den oberen Gesellschaftsschichten vorbehalten und gleichzeitig eine Art Statussymbol. Neben der Herstellung von Schmuck, Münzen, Ritualgegenständen und Besteck, wurde es auch zur Veredelung von Waffen und als Baumaterial für Gebäude verwendet.

Vorkommen und Gewinnung

Gold findet sich vor allem in Gestein wieder. Dabei ist dessen Vorkommen äußerst gering. Im Schnitt kommen etwa 4 Gramm Gold auf 1000 Tonnen Gestein. Dieser Wert kann natürlich variieren und ist sehr ortsabhängig. Zur Gewinnung von Gold werden Bergwerke eingerichtet und spezielle Maschinen verwendet. Letzteres ist allerdings nicht immer der Fall. So finden sich auf der Welt tatsächlich noch zahlreiche Goldvorkommen, bei welchen primär von Hand geschürft wird. Das ist allerdings nur bis zu einer bestimmten Tiefe möglich. Da ein großer Teil des Goldes in mehreren tausend Metern Tiefe vorkommt, sind Maschinen nahezu schon essentiell. Oftmals ist eine Raffination nötig, um Gold in Reinform zu erhalten. Das liegt daran, dass es oftmals in anderen Metallen vorkommt. Besonders häufig ist dabei Kupfer. In dieser Form wäre Gold unwirtschaftlich und hätte nur einen geringen Nutzen. Das größte Goldvorkommen der Welt, befindet sich übrigens in Südafrika. Hier kommt mehr als ein Drittel der weltweiten Förderung.

Der Goldkurs

Der Wert einer Unze Gold ist von verschiedenen Faktoren abhängig. Dazu zählen der Einfluss der Zentralbanken, die aktuellen Fördermengen, der Ölpreis, der Kurs anderer Währungen und mitunter auch die politische Situation. In der Börse wird Gold unter dem Namen XAU geführt. Dieser Begriff bezeichnet den aktuellen Wert einer Unze. Auf ein Gramm runtergerechnet, kann man derzeit mit einem Goldpreis von 45-50 € rechnen. Es ist anzunehmen, dass das auch in naher Zukunft so bleiben wird.

Wie sicher ist Gold als Anlage?

Im Gegensatz zu vielen anderen Anlagemöglichkeiten, hat Gold nahezu keine Risiken. Es ist sehr unwahrscheinlich, dass Gold irgendwann gänzlich an Wert verliert. Schließlich konnte es sich seit Jahrtausenden etablieren und ist fester Bestandteil der Menschheitsgeschichte. Allerdings ist auch nicht mit einer starken Wertsteigerung zu rechnen. Zumindest nicht kurzfristig. Langfristig, könnte diese allerdings durchaus erfolgen. Generell gilt Gold als eine sehr stabile und sichere Anlage. Außerdem ist es mobil und hat dadurch einen entscheidenden Vorteil. Man darf auch natürlich nicht vergessen, dass Anlagegold nicht versteuert werden muss. Wann und in welcher Form es sich allerdings um Anlagegold handelt, muss bei Bedarf abgeklärt werden. Dafür gibt es nämlich spezielle Regelungen.

In welcher Form sollte man Gold erwerben?

Prinzipiell ist es empfehlenswert, wenn man Gold in Reinform erwirbt. Das ist in Form von Münzen, Barren und Plättchen möglich. Bei den Münzen handelt es sich dabei meist um spezielle Prägungen, welche weltweit anerkannt sind. Dazu zählen beispielsweise der Panda aus China, das Känguru aus Australien und die Krügerrand aus Südafrika. Aber auch viele weitere Länder, bieten ihre eigenen Prägungen an. Dazu zählen auch Deutschland, Österreich und die Schweiz. Generell liegen bei allen Formen von Reingold, verschiedenste Staffelungen vor. Somit ist es nicht nur möglich ganze oder halbe Unzen zu erwerben, sondern auch Kleinstmengen von einem oder gar einem halben Gramm. Letztere bieten dabei einen entscheidenden Vorteil. Sollte es zu einer schwerwiegenden Krise oder gar Krieg kommen, eignen sich diese am besten für ein Tauschgeschäft. Beispielsweise wenn man Lebensmittel, Öl oder sonstige Güter erwerben möchte.

Wo man Gold kaufen kann

Heutzutage gibt es einige Händler, welche Gold anbieten. Sogenannte Goldhändler finden sich nicht nur auf der Straße oder in speziellen Läden, sondern mittlerweile auch in Onlineshops. Der Preis ist dabei generell ähnlich und richtet sich nach dem derzeitigen Kurs. Da die Händler aber natürlich gewinnbringend verkaufen wollen, ist immer mit einem gewissen Aufschlag zu rechnen. Alternativ kann man auch bei einer Bank Gold kaufen. Erwirbt man dieses in fester Form, dürfte sich der Preis nicht wesentlich unterscheiden. Allerdings gibt es auch die Möglichkeit, auf spezielle Goldpapiere zurückzugreifen. In diesem Fall wird man Teilhaber einer großen Menge Gold, beispielsweise eines Barrens aus 400 Unzen. Diese Variante bietet den Vorteil, dass man nahezu zum aktuellen Goldkurs kauft. Der entscheidende Nachteil ist allerdings hier, dass das Gold nicht abgeholt werden kann. Sollte eine Krisensituation eintreffen, kann es sein, dass die Investition verlorengeht.

Auswirkungen auf die Umwelt

Das Edelmetall an sich, hat keine negativen Auswirkungen auf unser Ökosystem. Mit der Gewinnung von Gold, sieht das allerdings aus. Hierbei werden große Mengen an Quecksilber an die Erdoberfläche befördert.  Dieses ist hochgiftig und schadet Wäldern und Flüssen. Bisher wurde relativ wenig unternommen, um das effektiv einzudämmen. Trotz Regelungen und Einschränkungen, wird das Schürfen weiter vorangetrieben und Vieles ignoriert. Da eine Überwachung seitens der Behörden meist nur lapidar erfolgt, ist das weiterhin möglich. Vereinzelt gibt es jedoch einige Minen, welche sich für einen nachhaltigen Goldabbau einsetzen.

Vorsicht vor Fälschungen

Wenn man Gold erwirbt, sollte man sich immer bewusst sein, dass auch Fälschungen im Umlauf sein können. Meistens stammt das gefälschte Gold dabei aus China. Besonders häufig davon betroffen sind Barren und Münzen. Dabei handelt es sich meistens keineswegs um leicht zu durchschauende Imitate, sondern um hochprofessionell gefälschte Ware. So sind beispielsweise bekannte Prägungen exakt nachgebildet und nicht zu unterscheiden. Nicht selten, werden auch Goldhändler Opfer dieses Betrugs. Deutschland stellt hier keine Ausnahme dar. Es empfiehlt sich daher, dass man bei einem Kauf sehr vorsichtig ist und bedacht seinen Händler wählt. Dieser sollte auch über die nötigen Mittel verfügen, um gegebenenfalls Fälschungen ausfindig zu machen. Man sollte sich allerdings keineswegs abschrecken lassen und auf den Kauf von Gold verzichten. So präsent die Gefahr von Fälschungen ist, so einfach lässt sie sich vermeiden.