Eine eigene Shisha Bar eröffnen – wie gut stehen eigentlich die Chancen?

shisha bar bild 1

Die orientalische Wasserpfeife erfreut sich in Deutschland einer großen Beliebtheit. Nicht ohne Grund gab es in den letzten Jahren zahlreiche Eröffnungen von Shisha Bars. Doch lohnt sich ein Einstieg eigentlich immer noch? Das ist eine durchaus berechtigte Frage. Neben dem Rauchverbot in Gaststätten, steht einem auch eine gewisse Konkurrenz entgegen. Beides lässt sich bewältigen. Wie Sie mit einer Shisha Bar Erfolg haben können und was es dabei unbedingt zu beachten gibt, erfahren Sie alles in unserem hiesigen Artikel.

Schritt für Schritt Anleitung:

  1. Als Angestellter in einer Shisha Bar erste Erfahrungen sammeln
  2. Das nötige Startkapital ansparen oder auf Fremdkapital zurückgreifen
  3. Einen umfangreichen und gut durchdachten Businessplan erstellen
  4. Im Vorfeld Kontakte zu Lieferanten knüpfen (z. B. Tabak- und Getränkegroßhändler)
  5. Sich für eine Rechtsform entscheiden und sein Gewerbe anmelden
  6. Ausreichend Zeit für die Einrichtung seiner Shisha Bar lassen
  7. Werbung betreiben und auf die Neueröffnung aufmerksam machen
  8. Shisha Bar zum richtigen Zeitpunkt eröffnen
  9. Sich von der Masse abgrenzen und langfristig hohe Besucherzahlen verzeichnen
  10. Mit eigener Shisha Bar Erfolg haben und sehr viel Geld verdienen

Anfängliche Investitionskosten bei der Eröffnung einer Shisha Bar

Wer mit dem Gedanken spielt eine Shisha Bar zu eröffnen, sollte sich der hohen anfänglichen Kosten bewusst sein. Wenn man sich nicht gerade ein ansehnliches Sümmchen angespart hat, ist man wohl oder übel auf Fremdkapital angewiesen. Ein Kredit bei der Bank kann sich jedoch als recht schwierig herausstellen. Womöglich wird dieser einem nicht gewährt. Bei Privatpersonen dürfte man in der Regel allerdings bessere Erfolgsaussichten haben. Doch wofür genau benötigt man jetzt eigentlich so viel Geld? Zum einen wären da natürlich die Räumlichkeiten. Entweder man kauft die erforderliche Fläche oder man mietet diese an. In den meisten Fällen wird man auf letzteres zurückgreifen müssen. Somit hat man aufgrund der Platzmiete schon mal monatliche Kosten, die man anfänglich eventuell von seinem Startkapital decken muss. Hinzukommen Strom und Wasser. Doch die besten Räumlichkeiten nutzen einem wenig, wenn diese nicht gut eingerichtet sind. Bei einer Shisha Bar ist die Atmosphäre sehr wichtig. Bestenfalls ist diese möglichst orientalisch. Wer risikofreudig ist, kann von dieser Norm natürlich gerne abweichen.

Natürlich möchte man seine Gäste auch mit etwas Musik verwöhnen. Schließlich ist gute Musik unabdingbar, wenn man entspannt eine Shisha rauchen möchte. Leider werden auch hier weitere Kosten fällig. Dasselbe gilt für eine WLAN-Verbindung. Gerade jetzt, wo die Störerhaftung abgeschafft wurde, sollte eine solche in keinem Lokal fehlen. Am besten die Surfgeschwindigkeit macht dabei einiges her. Schließlich wird es voraussichtlich eine Menge Nutzer geben, die das freie Internetangebot nutzen möchten. Des Weiteren fallen natürlich auch Kosten für die erforderlichen Shishas, den Tabak, Getränke und das Personal an. Auch um einen Steuerberater wird man wohl oder übel nicht herumkommen. Dasselbe gilt für einen Buchhalter. Somit werden natürlich eine Menge Kosten fällig. Nicht nur anfängliche, sondern auch laufende. Allein daher sollte die Eröffnung einer Shisha Bar gut überlegt sein. Sollte sich diese im Nachhinein nämlich als Flop herausstellen, hat man eine Menge Geld in den Sand gesetzt.

Rauchverbot in Deutschlands Gaststätten – was es zu beachten gilt

Es gibt zwei Punkte, die unbedingt gesondert betrachtet werden müssen und bei einer Shisha Bar eine außerordentlich wichtige Rolle spielen. Eine davon ist das Rauchverbot. Viele Gaststättenbesitzer haben seit dessen Erlassung zu kämpfen. Wer Konflikte mit dem Gesetz und im schlimmsten Fall eine Schließung seines Lokals verhindern möchte, sollte sich hierüber ausreichend informieren. Die Regelungen variieren von Bundesland zu Bundesland. So herrscht in Bayern, Nordrhein-Westfalen und dem Saarland absolutes Rauchverbot. Hier ist die Eröffnung einer Shisha Bar wesentlich komplizierter und in den meisten Fällen nicht gerade ratsam. In den anderen Bundesländern ist die Situation etwas lockerer. Hier lassen sich die Regelungen umgehen, indem man beispielsweise separate Räume für Nichtraucher zur Verfügung stellt. Hier wäre auch das Servieren von Speisen denkbar. Unter Umständen eine gute zusätzliche Einnahmequelle.

Warum eine Schanklizenz notwendig ist und wie man diese beantragt

Neben den nötigen Maßnahmen zur Beachtung des Rauchverbots, sollte man sich auch unbedingt eine Schanklizenz einholen. Das ist gar nicht mal so kompliziert und lässt sich mit einigen Behördengängen durchaus bewältigen. Einige Voraussetzungen müssen jedoch gegeben sein. So darf der Antragsteller beispielsweise nicht vorbestraft sein. Ein makelloses Führungszeugnis ist Pflicht. Die Beantragung erfolgt dabei auf dem Gewerbeamt. Auf eine entsprechende Lizenz zu verzichten ist übrigens nicht zu empfehlen. Nahezu alle Shisha Bars haben dieses Angebot im Repertoire. Schließlich haben die Gäste Durst und möchten sich vielleicht auch den ein oder anderen alkoholischen Drink gönnen. Ohne Schanklizenz Alkohol zu verkaufen ist übrigens ein Tabu und nur dann möglich, wenn dies auf unentgeltlicher Ebene geschieht. Eine Schanklizenz ist leider nicht allzu günstig. Die Preisspanne variiert zwischen einigen hundert und tausend Euro. Auch das wirkt sich natürlich auf die anfänglichen Investitionen aus. Eine Schanklizenz sollte übrigens rechtzeitig beantragt werden und nicht erst wenige Tage vor der Eröffnung der Shisha Bar.

Risiken und Zukunftsaussichten bei der Eröffnung einer Shisha Bar

Neben den klassischen Risiken für Unternehmer, gibt es bei der Eröffnung einer Shisha Bar weitere potentielle Gefahren. Besonders risikoreich gelten dabei die Zukunftsaussichten. Shishas standen schon des Öfteren in der Diskussion. Unter anderem wegen ihrer gesundheitsschädigenden Inhaltsstoffe. Es gibt sogar Länder auf der Welt, in denen das Rauchen von Shisha verboten ist. So zum Beispiel in Thailand. Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass sich auch die Situation in Europa verändert. Möglicherweise erlässt die EU Gesetze, die das Führen einer Shisha Bar erheblich erschweren. Das wären beispielsweise Verbote bestimmter Aromen. Aber auch neue Zollvorschriften, könnten sich zu einem ernsthaften Problem entwickeln. Die Zukunftsaussichten für Shisha Bars sind somit schwer einzuschätzen. Wer seine Chancen erhöhen will, sollte alles daransetzen, sich gegen die bestehende Konkurrenz durchzusetzen. Das ist beispielsweise durch ein reichhaltiges Angebot, Gratisproben und Livemusik möglich.