Als Jäger seine Brötchen verdienen – auch heute noch ein gefragter Beruf

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Der Beruf des Jägers gehört zu den ältesten der Welt und existiert genaugenommen seit der Steinzeit. Bis heute konnte sich der Beruf halten und es ist auch davon auszugehen, dass in Zukunft noch Jäger gebraucht werden. Allerdings hat sich das Berufsbild des Jägers gewandelt. Es steht längst nicht mehr die Beschaffung von Nahrung im Vordergrund. Ein Jäger vereint zahlreiche Berufsbereiche und nimmt in unserem Ökosystem eine wichtige Rolle ein. Was den Beruf des Jägers ausmacht und was man so im Durchschnitt verdient, möchten wir Ihnen gerne zeigen.

Schritt für Schritt Anleitung:

  1. Sich für die Jägerprüfung anmelden
  2. Jägerprüfung erfolgreich bestehen
  3. Praktika bei anderen Jägern machen
  4. Für eine 3-jährige Ausbildung zum Revierjäger bewerben
  5. Angenommen werden und die Ausbildung fertigstellen
  6. Als staatlich geprüfter Revierjäger aktiv werden
  7. Sich weiterbilden und zusätzliche Qualifikationen erwerben
  8. Eine wichtige Aufgabe in unserem Ökosystem einnehmen
  9. Monatlich sein Festgehalt überwiesen bekommen

Aufgabenbereiche eines Jägers

Heutige Jäger haben eine Vielzahl an unterschiedlichen Aufgaben. Besonders wichtig ist dabei die Regulierung der Wildbestände. Sollte das Gleichgewicht der Wildpopulationen aus dem Gleichgewicht geraten, muss der Jäger diese wieder in Ordnung bringen. Ein gutes Beispiel dafür sind Wildschweine. In Deutschland kommt es häufiger mal wieder vor, dass sich Wildschweine rasant vermehren und dadurch zu einem Ungleichgewicht des Ökosystems führen. Es kommt dabei sogar vor, dass die Tiere in von Menschen bewohnten Gegenden eindringen und hier für Chaos sorgen. Lediglich durch das Schießen der Tiere, kann man das Gleichgewicht wieder in Ordnung bringen. Das ist unter anderem für den Erhalt anderer Pflanzen- und Tierarten notwendig.

Das geschossene Wild muss natürlich auch verwertet und bewirtschaftet werden. So gilt es beispielsweise die Tiere auszunehmen. Auch das gehört zur Aufgabe eines Jägers. Ironischerweise gibt es immer wieder Tierschützer, die sich vehement gegen Jäger äußern. Dabei sind Jäger essentiell, wenn es um den Tier- und Naturschutz geht. Aus diesem Grund arbeiten sie auch des Öfteren mit Förstern zusammen. Des Weiteren ist ein Jäger dafür zuständig, dass Waffen und Geräte in Schuss gehalten werden. Das ist wesentlich wichtiger als man denkt und kann unter Umständen wirklich mühsam sein. Da auch Hunde zum Repertoire eines Jägers gehören, gilt es auch diese aufzuziehen und zu pflegen. Es gibt sogar zahlreiche Jäger, die Jaghunde selber ausbilden.

Voraussetzungen um als Jäger tätig zu werden

Beim Jäger handelt es sich um einen klassischen Ausbildungsberuf. Die genaue Berufsbezeichnung ist Revierjäger. Das kommt daher, da man als Jäger meist ein bestimmtes Revier zugewiesen bekommt. Um dieses gilt es sich nach bestem Gewissen zu kümmern. Sobald man die 3-jährige Ausbildung zum Berufsjäger abgeschlossen hat, steht einem im Grunde nichts mehr im Wege. Allerdings muss man erst einmal für die Ausbildung zugelassen werden. Das ist gar nicht mal so einfach. Wer ernsthaftes Interesse hat, sollte daher erst einmal eine Jägerprüfung absolvieren. Diese braucht in etwa 1 Jahr und kostet im Schnitt 1000 und 3000 Euro. Für die Prüfung fallen dann noch mal etwa 200 bis 400 Euro an. Wie viel man letztendlich tatsächlich bezahlt, hängt vom jeweiligen Bundesland und der Art des Kurses ab. Wer es etwas schneller haben möchte, kann auf einen Intensivkurs zurückgreifen. Unter Umständen wird das jedoch sehr teuer. Dieser Schritt sei daher gut überlegt.

Des Weiteren sollte man auch einen Führerschein besitzen, bevor man sich für eine Ausbildung als Revierjäger bewirbt. Hier ist beispielsweise ein Führerschein Klasse T sinnvoll, da dieser auch zum Fahren forstwirtschaftlicher Zugmaschinen berechtigt. Natürlich sollte auch die persönliche Eignung gegeben sein. Ein Revierjäger sollte naturverbunden und verantwortungsbewusst sein. Er hat nämlich eine wichtige Aufgabe. Organisationstalent ist ebenfalls vonnöten. Schließlich nimmt man viele verwaltungstechnische Aufgaben an. Zudem muss ein Jäger selbstständig arbeiten können. Das zugewiesene Revier gilt es eigenständig zu kontrollieren. Selbst wenn Jäger Tiere schießen, sollten diese dennoch tierlieb sein. Gelegentlich muss bei verletzten Tieren Erste-Hilfe geleistet werden, bevor man den zuständigen Förster kontaktiert. Ganz zu schweigen von den Tieren, die einen Jäger bei seiner Arbeit unterstützen. Meistens handelt es sich dabei um Jagdhunde. Aber auch Falken sind denkbare Helfer.

Was ein Revierjäger im Durchschnitt verdient

Während der Ausbildung verdient man als Revierjäger etwa 500 bis 750 Euro. Dabei steigt die Ausbildungsvergütung an, desto weiter man mit seiner Ausbildung voranschreitet. Das Einstiegsgehalt liegt in der Regel zwischen 2000 und 2500 brutto. Im Laufe der Zeit wird man sich allerdings weiter dem Durchschnittsgehalt annähern, dass derzeit etwa bei 2700 brutto liegt. Mit hinreichend Erfahrung und dem Erlangen zusätzlicher Qualifikationen, kann der monatliche Verdienst gar auf 3000 brutto ansteigen. Davon lässt es sich schon recht ordentlich leben. Zudem hat man als Revierjäger natürlich den Zugang zu frischem Wildfleisch, was natürlich erheblich zur Lebensqualität beitragen kann.