Geld verdienen als Privatdetektiv – der etwas andere Beruf

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Privatdetektive kennen die meisten aus Krimis. Sie nehmen die unterschiedlichsten Aufträge auf und bringen ihren Mandanten Gerechtigkeit. Selbst scheinbar unlösbare Fälle werden dabei bewältigt. Dass es sich beim Privatdetektiv um eine Tätigkeit handelt, die auch in der Realität ausgeführt wird, scheinen dabei allerdings die wenigsten zu wissen. Tatsächlich ist die Nachfrage nach Privatdetektiven recht hoch und es sieht derzeit nicht danach aus, als würde das Angebot diese decken können. Für motivierte Spürnasen bietet sich daher die Möglichkeit, einem interessanten und spannenden Nebenjob nachzugehen. Wir zeigen Ihnen wie man Privatdetektiv wird und was sich damit so verdienen lässt.

Schritt für Schritt Anleitung:

  1. Des Berufsrisikos bewusstwerden
  2. Nach geeigneten Kursen und Seminaren suchen
  3. Sich die nötigen Fähigkeiten aneignen
  4. Praktika in Detekteien absolvieren
  5. Private Auftraggeber suchen oder für eine Detektei arbeiten
  6. Erste Aufträge erhalten und Erfahrungen sammeln
  7. Kunden zufriedenstellen und Vergütung erhalten
  8. Sich in der Branche einen Namen machen
  9. Ein eigenes Detektivbüro eröffnen

Voraussetzungen um als Privatdetektiv durchstarten zu können

Da es sich beim Privatdetektiv nicht um eine geschützte Berufsbezeichnung handelt, eignet sich die Tätigkeit theoretisch auch für Quereinsteiger. Dazu sollte allerdings gesagt werden, dass die meisten Privatdetektive Vorerfahrungen in einem anderen Bereich haben. So waren viele Privatdetektive früher bei der Polizei oder dem Militär. Auch ehemalige Security lassen sich in der Branche finden.  Wer derartige Vorkenntnisse nicht vorzuweisen hat, sollte zumindest die persönliche Eignung besitzen. Im Grunde gibt es wirklich sehr viel, was ein Detektiv können muss. Besonders wichtig sind allerdings sehr viel Geduld, Diskretion, psychische Belastbarkeit, Menschenkenntnis, eine schnelle Auffassungsgabe, Zuverlässigkeit und Flexibilität. Auch eine gehörige Portion Mut sollte nicht fehlen, da es im Ernstfall sehr gefährlich werden kann.

Des Weiteren sollte man als Detektiv über 18 Jahre alt sein und keine Vorstrafen haben. Letzteres ist vor allem dann von Bedeutung, wenn man ein eigenes Detektivbüro eröffnen möchte. Das nötige Fachwissen eignet man sich als Detektiv über diverse Lehrgänge und Seminare an. Diese kosten zwar eine Menge Geld und sind nicht zwingend erforderlich, erhöhen jedoch maßgeblich die Chancen, wenn man nach einem Auftrag sucht oder sich einer Detektei anschließen möchte. Wie lange ein Lehrangebot dauert kann pauschal nicht gesagt werden. Es liegen nämlich erhebliche Schwankungen vor. Während viele Kurse lediglich einige Tage in Anspruch nehmen, dauern andere gar ein oder zwei Jahre. Ebenfalls sollte ein Detektiv über einen Führerschein und ein Auto verfügen. Nicht nur der Mobilität wegen, sondern auch

 

Was genau sind eigentlich die Aufgaben eines Privatdetektivs?

Ein Privatdetektiv kann die unterschiedlichsten Aufgaben übernehmen. In den allermeisten Fällen geht es allerdings um Recherchearbeiten. Was dabei für Informationen beschafft werden müssen, hängt vom jeweiligen Auftraggeber ab. Privatdetektive werden beispielsweise gerne von Gläubigern beauftragt, um Schuldner zu beschatten und Einblicke über deren Lebensverhältnisse zu erhalten. Aber auch Arbeitgeber engagieren gerne Privatdetektive, um Mitarbeiter zu entlarven, die regelmäßig eine Krankheit vorgaukeln. Schließlich handelt es sich hierbei um Betrug.

Ebenfalls sehr beliebt sind Aufträge, in denen man herausfinden soll, ob der Lebenspartner sich mit anderen Frauen/Männern trifft und fremdgeht. Die erworbenen Informationen muss ein Privatdetektiv dabei stets festhalten. Meist geschieht das durch Fotos und Tonbandaufnahmen. Allerdings werden Detektive auch aus rein wirtschaftlichen Gründen angeheuert. Das macht z. B. dann Sinn, wenn man das Kaufverhalten bestimmter Kunden analysieren möchte. In manchen Fällen wird es als Privatdetektiv sogar filmreif. So geht es gelegentlich auch um die Suche von Vermissten und dem Schutz von Personen.

Berufsrisiken eines Privatdetektivs – es kann auch ernst werden

Wer seine Sache als Detektiv gut macht, sollte in der Regel keine größeren Probleme bekommen. In einigen Fällen kann es allerdings sehr gefährlich werden. So kann es unter Umständen passieren, dass die zu beschattende Zielperson einem kriminellen Milieu angehört. Sollte man in einem solchen Fall auffliegen, kann das ernstzunehmende Folgen haben. Selbst ein tödlicher Ausgang kann nicht ausgeschlossen werden. Um solche Risiken möglichst zu vermeiden, greifen viele Detektive auch auf die Hilfe der Polizei zurück. Schließlich steht das persönliche Wohl im Vordergrund. Es sei denn, dass man explizit mit dem Schutz einer Zielperson beauftragt wurde. Sollte man einen solchen Auftrag angenommen haben, gilt es diesen auch nach bestem Gewissen auszuführen. Dennoch ist die Tätigkeit eines Privatdetektivs sicherer als beispielsweise die eines Polizisten, Security oder Soldaten. Schließlich agiert man ausschließlich im Verborgenen.

Halten sich Privatdetektive eigentlich an die Gesetze?

Privatdetektive sollen ja in erster Linie den bösen Jungs das Handwerk legen. Unter Umständen ist es dabei allerdings nötig, dass kleinere Ordnungswidrigkeiten begangen werden. Hierzu gehören beispielsweise Dinge wie Falschparken und das Betreten von Privatgelände. Privatdetektive bewegen sich damit oft in einer Grauzone. Das ist allerdings gelegentlich notwendig, um professionell arbeiten zu können. So wild wie in manchen Fernsehshows geht es allerdings nicht her. So ist es z. B. nicht üblich, dass Privatdetektive Wanzen und Kameras installieren. Lediglich schwarze Schafe greifen auf derartige Beschattungsmethoden zurück. Seriöse Privatdetektive verzichten allerdings auf rechtswidrige Aktionen. Selbst dann, wenn diese ihnen einen erheblichen Vorteil bei den Ermittlungen verschaffen könnten.

Verdienst eines Privatdetektivs

Im Gegensatz zu Kaufhausdetektiven, die in vielen Fällen mit dem Mindestlohn abgespeist werden, verdienen Privatdetektive sehr gut. Selbstständige können mit hinreichender Qualifikation einen Stundenlohn von 60 bis 80 Euro erwarten. Als Angestellter einer Detektei verdient man allerdings etwas weniger. Die Einstiegsgehälter liegen oftmals sogar unter 2000 brutto. Dafür lässt sich mit Erfahrung einiges reißen. Selbst im Angestelltenverhältnis gibt es Detektive, die auf ein Monatsgehalt von 5000 brutto kommen. Bis man an diesem Punkt angelangt ist, benötigt es allerdings sehr viel Zeit. Fakt ist, dass qualifizierte Privatdetektive wirklich sehr gut verdienen (können).