Eine Investition in Öl – denkbar oder fragwürdig?

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Öl spielt in unserer Gesellschaft eine erhebliche Rolle. Schließlich ist es einer der wichtigsten Energieträger. Wenn man sich näher mit der Böse befasst, so wird man kaum am Thema Öl drum rumkommen. Doch lohnt es sich eigentlich auch in Öl anzulegen? Diese Frage stellen sich viele Menschen. Womöglich auch Sie. Prinzipiell kann man durchaus sagen, dass Öl sich als Geldanlage eignen kann. Wie auch bei anderen Anlagen, gibt es allerdings keine hundertprozentige Garantie, dass sich eine Investition in Öl auch tatsächlich lohnt. Schauen wir uns die ganze Geschichte also am besten mal etwas genauer an.

Schritt für Schritt Anleitung:

  1. Geld ansparen
  2. In Öl investieren
  3. Warten
  4. Bei steigenden Kursen verkaufen
  5. Geld verdienen

Was man unter dem Begriff Öl versteht

Wenn von Öl die Rede ist, so spricht man in der Regel von Mineralölen. Diese werden aus Erdöl oder Kohle gewonnen und werden als Energieträger genutzt. Beispielsweise für Kraft- oder Treibstoff. Auch beim Heizen nimmt Öl eine wichtige Rolle ein, ebenso wie in vielen anderen Bereichen unserer Gesellschaft. Derzeit ist Öl einer der wichtigsten Rohstoffe unserer Gesellschaft. Wenngleich es viele Menschen gibt, welche davon ausgehen, dass Öl in den kommenden Jahren von den regenerativen Energien abgelöst wird, so gehen wir hiervon eher nicht aus. Zwar schließen wir eine derartige Entwicklung nicht aus, allerdings denken wir, dass es bis dahin noch eine geraume Zeit brauchen wird. Die Gewinnung von Öl ist daher von großer Bedeutung. Sie erfolgt beispielsweise durch Tiefpumpen und Ölbohrinseln.

Warum sich Öl als Geldanlage lohnen kann

Öl zählt zu einer relativ sicheren Geldanlage. Selbst in Krisensituationen und bei sinkenden Ölpreisen, kann man durchaus damit rechnen, dass der Ölkurs auf kurz oder lang wieder in die Höhe steigen wird. Das liegt schlicht und einfach daran, dass Öl in unserer Gesellschaft gebraucht wird. Er ist einer der wichtigsten Energieträger, was sich in näherer Zukunft wohl auch nicht ändern wird. Da Energie immer gebraucht wird, kann man sich prinzipiell durchaus auf Öl verlassen. Öl ist daher eine recht beliebte Anlageform, wenngleich sie nicht gänzlich risikofrei ist. Allerdings kann man durchaus damit rechnen, dass wenn man lange genug wartet, man als Ölanlager Erfolg haben wird. Schon allein wegen der Tatsache, dass Länder wie China und Indien sich zunehmend technisieren. Ein erhöhter Bedarf an Öl ist also sehr wahrscheinlich. Ein Nachteil an Öl ist, dass man dieses nur schwer lagern kann. Schließlich möchte wohl kaum jemand einen Haufen Ölfässer bei sich in der Garage unterbringen. Vor allem dann, wenn man bedenkt, wie viele Garagen man anmieten müsste, damit man tatsächlich eine große Menge Öl anlegen kann. Allein deswegen kann man Öl nur schwer mit Gold vergleichen, obwohl es gerne mal als schwarzes Gold bezeichnet wird.

Wenn man in Öl investieren möchte, so erwirbt man in der Regel Wertpapiere oder Unternehmensanleihen. Man investiert dabei beispielsweise in Ölraffinerien.  Sollte der Wert des schwarzen Goldes ansteigen, so kann man von den steigenden Kursen profitieren. Dabei sollte man natürlich ausschließlich in Unternehmen investieren, die auch ein gewisses Potential haben und wohl auch in Zukunft in der Energiewirtschaft mitmischen werden. Mit hohen Gewinnen von heute auf morgen ist bei Öl allerdings nicht zu rechnen. Es handelt sich also vielmehr um eine Langzeitinvestition. Auf lange Zeit gesehen, kann sich eine Anlage in Öl allerdings als sehr lukrativ herausstellen. Daher kann man diese durchaus in Erwägung ziehen.

Ist eine Investition in Öl moralisch vertretbar?

Vielen Menschen geht es bei einer Geldanlage nicht nur darum, dass diese möglichst profitabel oder sicher ist. Auch der moralische Aspekt kann durchaus eine Rolle spielen. Für solche Menschen ist eine Anlage in Öl eher nicht zu empfehlen. Denn moralisch gesehen ist Öl keineswegs die beste Anlageform. Allein schon wegen der Tatsache, dass Öl schlecht für unsere Umwelt ist. Da Umweltprobleme allgegenwertig sind, ist dieser Aspekt keineswegs auf die leichte Schulter zu nehmen. Die Umweltbelastung erfolgt nicht nur durch die Nutzung von Öl, sondern auch durch die Förderung, Verarbeitung und den Transport. Es handelt sich also um einen ausgesprochen schädlichen Rohstoff. Nicht selten werden ganze Urwälder gerodet, damit man die Fläche für Ölgewinnungsanlagen nutzen kann. Das ist allerdings nur eines von vielen Beispielen. Man muss also durchaus sagen, dass Öl keineswegs gut für unsere Umwelt ist. Daher wird auch vermehrt gefordert, dass man auf regenerative Energien zurückgreift. Umwelttechnisch, wäre das definitiv die bessere Wahl.

Doch nicht nur wegen unserer Umwelt, ist es moralisch fragwürdig in Öl zu investieren. Denn meisten sind die Gründe, weswegen der Ölpreis in die Höhe steigt, untrennbar mit sehr ernsten Ereignissen verbunden. Dazu zählen nicht nur Krisen wie es beispielsweise bei der Finanzkrise in den USA der Fall war. Diese führte tatsächlich zu einer Verteuerung des Ölpreises. Für Anleger war diese Wertsteigerung durchaus erfreulich. Den Menschen, welche dadurch ihren Arbeitsplatz und ihre Existenzgrundlage verloren haben, hat das allerdings nichts gebracht. Selbst militärische Konflikte können sich positiv auf den Ölkurs auswirken. Zwar hängt das stark von dem Austragungsort aus, allerdings können die Kurse hierdurch rapide in die Höhe steigen. Angesichts der Tatsache, dass bei solchen Konflikten zahlreiche unschuldige Menschen ihr Leben lassen, ist das natürlich eher wenig erfreulich. Daher ist es durchaus verständlich, wenn man aus moralischen Gründen darauf verzichtet, sein Geld in Öl anzulegen. Wer sich allerdings nicht daran stört und einen langen Atem hat, für den kann Öl eine optimale Geldanlage sein.