Illegal aber lukrativ: Als Körperschmuggler Geld verdienen

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Viele Menschen greifen auf illegale Wege zurück, um ihr Einkommen aufzustocken. Besonders im Bereich des Drogenhandels, lässt sich eine Menge Geld verdienen. Dafür muss man aber nicht unbedingt direkt als Drogenhändler tätig werden. Es gibt auch andere Jobs in der Branche, die ebenfalls sehr lukrativ sein können. Einer davon ist der des Körperschmugglers. In diesem Zug möchten wir klarmachen, dass wir derartige Methoden keineswegs befürworten. Dennoch finden wir das Thema interessant. Daher möchten wir Ihnen verdeutlichen, was die Tätigkeit des Körperschmugglers ausmacht und was sich auf diese Weise verdienen lässt.

So gehen Körperschmuggler vor – Schritt für Schritt:

  1. Eine Droge zum Schmuggeln auswählen
  2. Einen verlässlichen Dealer finden der auf Kilobasis kauft
  3. Sich das benötigte Geld geben lassen (Drogen, Flug etc.)
  4. Eine Pauschalsumme für den Schmuggel ausmachen
  5. Kontakte im Ausland knüpfen (z. B. Marokko)
  6. Sich über Möglichkeiten des Körperschmuggels informieren
  7. Im Vorfeld die nötigen Vereinbarungen treffen (z. B. Hotelbuchung)
  8. Zum Zielort fliegen und mit Kontaktperson treffen
  9. Mit der Kontaktperson zu einem Großhändler vor Ort
  10. Die gewünschten Drogen kaufen und verpackt erhalten
  11. Verpackte Drogen runterschlucken
  12. Medikamente zum Kontrollieren des Stuhlgangs schlucken
  13. Zuckerhaltige Getränke zu sich nehmen
  14. Während des Schmuggels keine Lebensmittel essen
  15. Zum Flughafen zurückfahren und sich auf den Rückflug vorbereiten
  16. Sich am Flughafen möglichst ruhig verhalten
  17. Zurückfliegen und in der Heimat ankommen
  18. Die Kontrolle passieren und das gebuchte Hotel aufsuchen
  19. Geschluckte Drogen ausscheiden und waschen
  20. Drogen dem Dealer übergeben und vereinbarte Summe erhalten

Was Körperschmuggel so unglaublich risikoreich macht

Körperschmuggel gehört zu den wohl gefährlichsten Tätigkeiten, die man ausüben kann. Körperschmuggel wird strafrechtlich verfolgt. Bei nicht geringen Mengen kommt § 29 BtMG oder § 30 BtMG zum Einsatz. Der Angeklagte muss also mit einer Freiheitsstrafe von 2 bis 15 Jahren rechnen. Eine Bewährung ist somit recht unwahrscheinlich. Doch nicht nur die enormen Strafen, machen Körperschmuggel zu einem risikoreichen Geschäft. Die Tätigkeit bietet nämlich auch gesundheitliche Gefahren. Es kann nämlich nie gänzlich ausgeschlossen werden, dass eine der verpackten Drogen platzt. Sollte das passieren, führt das in den meisten Fällen zum Tod. Eine Ausnahme bildet hier die Einfuhr von Haschisch. Hier kann ein Platzen zwar unangenehm sein und zum Auffliegen führen, ist aber in der Regel eher ungefährlich.

Generell ist der Transport von Drogen im eigenen Magen keineswegs gesund. Gesundheitliche Folgen können also selbst dann vorkommen, wenn nichts geplatzt ist. Da Körperschmuggel sich in einem gänzlich illegalen Rahmen bewegt, kann es natürlich auch zu anderweitigen Komplikationen kommen. So kann es beispielsweise sein, dass die Qualität schlechter als vereinbart ist oder der Dealer einen gar nicht erst für seine Mühen auszahlt. Trotz des enormen Risikos, gibt es immer noch sehr viele Menschen, die auf diese Weise ihr Geld verdienen. Nicht nur aus der Not heraus. Selbst in Deutschland gibt es viele Menschen, die sich vom schnellen Geld hingezogen fühlen und in das Geschäft einsteigen.

Warum Körperschmuggel so lukrativ ist und trotz des Risikos ausgeübt wird

Körperschmuggel ist der Inbegriff von schnellem Geld. Die Tätigkeit kann mit Hin- und Rückflug innerhalb weniger Tage ausgeübt werden. Durchschnittlich beträgt ein Trip etwa eine halbe Woche. Die Vergütungen sind dabei sehr unterschiedlich und hängen stark mit der geschmuggelten Droge zusammen. Für ein Kilo geschmuggeltes Haschisch erhält man im Schnitt so 2000 Euro. Wer also anderthalb Kilo auf einmal schmuggelt, kann sich gleich über eine Summe von 3000 Euro freuen. Haschisch gehört wohl zu den Drogen, die am häufigsten im Körper geschmuggelt werden. Das liegt schlicht und einfach daran, dass man beim Platzen der Drogen nicht stirbt. Dafür sind die Vergütungen für andere Drogen wesentlich höher. Für ein Kilo Kokain oder Heroin kann man mindestens mit dem Zehnfachen rechnen. 20000 Euro sollten also auf jeden Fall drin sein. Dafür, dass man nur wenige Tage „arbeitet“, sind das natürlich enorme Summen.

Trotzdem ist es natürlich fraglich, weswegen Menschen dieses Risiko auf sich nehmen. Dazu muss gesagt werden, dass das Ganze im Grunde gar nicht mal so risikoreich ist. Zumindest dann nicht, wenn man sich ausschließlich auf den Schmuggel von Haschisch beschränkt. Das Risiko von der Polizei tatsächlich erwischt zu werden, ist nämlich überraschend gering. Es kommt dabei allerdings auch auf die eigene Herkunft an und ob man vorbestraft ist. Wer allerdings aus Deutschland kommt und eine weiße Weste vorzuzeigen hat, wird in der Regel nicht erwischt. Zumindest dann nicht, wenn er sich am Flughafen ruhig verhält und nichts anmerken lässt. Die meisten Körperschmuggler werden meist nur deswegen erwischt, weil sie aus Entwicklungsländern kommen und keine plausible Erklärung für Ihre Anreise liefern können. Nur ein kleiner Bruchteil der Körperschmuggler wird auch rechtlich belangt. Die meisten bleiben unerkannt.

Worauf Körperschmuggler immer achten sollten

Wer sich dazu entscheidet Drogen im eigenen Körper zu transportieren, sollte unbedingt einige grundlegende Dinge beachten. Besonders wichtig ist dabei, dass dem Körper Energie zugeführt wird. Schließlich können die „gegessenen“ Drogen nicht verdaut werden. Der Körper erwartet also gewissermaßen Energie, die ihm einfach nicht zuteilwird. Das kann zu starken Ausfallerscheinungen führen. Damit man nicht völlig entkräftet ist und seinen Körper einem unnötigen Risiko aussetzt, ist es wichtig sich die Energie anderweitig zuzuführen. Da keine Lebensmittel gegessen werden dürfen, muss man dafür auf Flüssigkeiten zurückgreifen. Besonders hilfreich ist dabei zuckerhaltige Cola. Diese liefert die benötigte Energie. Ebenso sollte gewährleistet werden, dass die geschluckten Drogen nicht ausgeschieden werden. Nicht nur, dass auf diese Weise Ware verloren gehen kann, es besteht auch die Gefahr aufzufliegen. Daher empfiehlt es sich Medikamente zu nehmen, die einem ungewollten Ausscheiden entgegenwirken. Eignen tun sich dafür beispielsweise unterschiedliche Durchfallmedikamente. Diese beugen ungewollten Überraschungen vor und verhindern, dass man überhaupt frühzeitig ausscheiden kann.

Eignet sich Körperschmuggel eigentlich nur für Drogen?

Die meisten Körperschmuggler sind im Drogenhandel tätig. Allerdings gibt es theoretisch weitere Dinge, die im eigenen Körper geschmuggelt werden könnten. Das wird allerdings eher selten praktiziert und birgt mitunter zusätzliche (gesundheitliche) Risiken. Ein gutes Beispiel hierfür wäre Schmuck. Unter Umständen kann es sich lohnen, wenn man Schmuck im Körper transportiert, um dadurch hohen Zollgebühren zu entgehen. Besonders bietet sich das natürlich bei Schmuckstücken an, die erst gar nicht eingeführt werden dürfen. So ist der Körperschmuggel von Elfenbein durchaus denkbar. Dennoch wird er in dieser Form wohl nur sehr selten praktiziert.