Wie Franchise Ihnen mit wenig Eigenkapital einen Absatzmarkt ermöglicht

Franchise-Unternehmen gehören zu den wohl attraktivsten Geschäftsmodellen, welche einem zur Verfügung stehen, wenn man ein gewisses Eigenkapital angespart hat. Man vertreibt dabei die Produkte einer bekannten Marke und profitiert von deren Bekanntheit. Prinzipiell kann dabei ja eigentlich wenig schief gehen. Zumindest dann nicht, wenn man sich für die richtige Marke entscheidet. Tatsächlich hat man allein dadurch gute Erfolgschancen. Dabei sollte man allerdings auch bedenken, dass der Erfolg nicht von alleine kommt. Man wird also durchaus Herzblut in das Unternehmen stecken und mit Bedacht handeln müssen, wenn man wirklich langfristig erfolgreich sein möchte. Generell gibt es viele Dinge, die als zukünftiger Franchise-Nehmer von Bedeutung.

Schritt für Schritt Anleitung:

  1. Das erforderliche Eigenkapital ansparen
  2. Sich über die unterschiedlichen Franchise-Unternehmen informieren
  3. Ein ansprechendes und lukratives Franchise-Unternehmen auswählen
  4. Abklären ob man die nötige Eignung als Franchise-Nehmer erfüllt
  5. Sich bei seinem Wunschunternehmen als Franchise-Nehmer bewerben
  6. Vom Unternehmen als Franchise-Nehmer akzeptiert werden
  7. Von den Vorzügen der Marke profitieren und sein Unternehmen führen
  8. Im Falle eines Erfolgs hohe Gewinne erzielen und sich weiterentwickeln
  9. Eine Expansion in Betracht ziehen und weitere Filialen eröffnen
  10. Seine Gewinne steigern und ein Leben als erfolgreicher Unternehmer führen

Wie hoch ist die durchschnittliche Einstiegsinvestition?

Diese Frage lässt sich pauschal nicht beantworten, da sie von einer Vielzahl an Faktoren abhängt. Besonders wichtig sind dabei natürlich das Unternehmen und der Standort des Bewerbers. Beim Standort spielt vor allem das Land eine tragende Rolle. Denn von vielen Franchise-Gebern wird ohnehin erwartet, dass man bereit ist im eigenen Land umzuziehen. Möchte man in Deutschland eine McDonald’s Filiale eröffnen, so benötigt man mindestens 500.000 Euros. Für das Eröffnen eines Subways in Thailand sind es hingegen gerade einmal 100.000 Dollar. Will man in Thailand hingegen eine Texas Chicken Filiale eröffnen, so benötigt man ganze 3.000.000 Dollar Startkapital. Die erforderlichen Beträge können also weit auseinandergehen. Am besten man informiert sich selbst und wägt gut ab, wo eine Investition sinnvoll sein könnte und wo sie eher risikoreich ist.

Ihre Verdienstchancen als Franchise-Nehmer und wovon diese abhängen

Prinzipiell sind die Verdienstmöglichkeiten als Franchise-Nehmer sehr gut. Ein sehr hohes monatliches Einkommen, was das eines Angestellten bei weitem überschreitet, ist also durchaus realistisch. Allerdings kommt der Verdienst nicht von ungefähr und hängt von zahlreichen Faktoren ab. Besonders wichtig ist dabei natürlich, dass man die nötigen persönlichen Voraussetzungen erfüllt. Wenn man also gänzlich ungeeignet als Franchise-Nehmer ist und keine unternehmerischen Qualitäten aufweist, so kann der durchschnittliche Verdienst eher mager ausfallen. Selbst ein komplettes Versagen der Filiale ist möglich. Besonders dann, wenn der gewählte Standort sich als problematisch erweist. Dieser ist nämlich von enormer Bedeutung. Einige Franchise-Geber übernehmen diese Aufgabe und wählen direkt einen geeigneten Standort aus. Das ist beispielsweise bei McDonald’s der Fall, wo man in der Regel automatisch einen guten Standort zugewiesen bekommt. Dafür wird allerdings auch vorausgesetzt, dass man bereit ist gegebenenfalls umzuziehen. Natürlich kann auch die gewählte Marke entscheidend für den Erfolg sein. Wenngleich McDonald’s in den meisten Fällen eine sichere Investition ist, so gibt es durchaus auch Filialen die Scheitern. Diese Erfahrung mussten McDonald’s Franchise-Nehmer in Südamerika bereits des Öfteren erfahren. Ein Beispiel dafür ist beispielsweise Bolivien, wo sich McDonald’s schlicht und einfach nicht durchsetzen konnte. Das liegt daran, dass sich große Teile der Bevölkerung vehement gegen das Restaurant gewehrt haben. Die Gründe dafür können sehr vielfältig sein. Denkbare Ursachen für ein Scheitern sind beispielsweise das Konsumverhalten von potentiellen Kunden oder die Konkurrenz. Letztere ist einer der Gründe, weswegen eine Papa John’s Filiale in Thailand eher schwierig ist. Hier haben sich nämlich The Pizza Company und Pizza Hut etabliert. Das macht es für andere Pizzaunternehmen schwer Fuß zu fassen. Das ist aber nur eines von vielen möglichen Beispielen. Generell ist Franchise ein vielversprechende Erfolgskonzept und kann einem hohe Einnahmen ermöglichen. Es sollte einem allerdings bewusst sein, dass es womöglich einige Jahre brauchen wird, bis man seine Anfangsinvestition wieder drin hat. Im besten Fall geht das recht schnell und man hat bereits nach relativ kurzer Zeit ein ansehnliches Einkommen. Sollte man anschließend noch expandieren und weitere Filialen eröffnen, so kann man durchaus seine Millionen verdienen. Es ist übrigens sehr ratsam, dass man sich mit seinem Franchise-Partner über die Verdienstmöglichkeiten austauscht. Dieser ist nämlich dazu verpflichtet, diese transpartent darzustellen. Wenn man wirklich erfolgreich sein möchte, sollte allerdings nicht ausschließlich der Verdienst im Vordergrund stehen. Es ist ebenfalls wichtig, dass man sich mit der zu bewerbenden Marke identifiziert. Denn nur so wird man sein Unternehmen hingebungsvoll betreiben können.

Vor- und Nachteile des Franchise-Geschäftsmodells

Wenn man sich entscheidet sein Eigenkapitel in ein Franchise-Unternehmen zu investieren, so hat das durchaus Vorteile. Wenn man sich für einen geeigneten Partner entscheidet, so hat man eine potentiell lukrative und vergleichsweise risikoarme Investitionsmöglichkeit. Man kann vom Ruf der zu bewerbenden Marke profitieren. Ebenfalls erhält man als Franchise-Nehmer zahlreiche Vorzüge. Dazu zählen beispielsweise die Erfahrung und das Know-How des Franchise-Gebers. Ganz zu schweigen von den zahlreichen Werbeaktionen, die das eigene Unternehmen ebenfalls vorantreiben. Bei einigen Franchise-Gebern ist man allerdings verpflichtet, hierfür weitere Abgaben zu entrichten. Da es sich bei dem Franchise-Geschäftsmodell gewissermaßen um eine Partnerschaft handelt, muss man sein Unternehmen nicht gänzlich alleine führen. Man kann also durchaus auf die Unterstützung des Franchise-Gebers setzen. Nicht selten umfasst das auch zahlreiche rechtliche Fragen. Ebenfalls ist es natürlich wunderbar möglich, sich mit Franchise ein kontinuierliches passives Einkommen aufzubauen.

Dennoch birgt Franchise auch durchaus Nachteile, welche man nicht außer Acht lassen sollte. Da man sehr stark vom Franchise-Geber abhängt, muss man gegebenenfalls auch auf dessen Berechnungen vertrauen. Generell hat dieser einen enormen Einfluss auf das eigene Unternehmen. Die persönlichen Einflussmöglichkeiten sind in gewisser Hinsicht also durchaus eingeschränkt. Das muss einem als Franchise-Nehmer auf jeden Fall bewusst sein. Ebenfalls benötigt man für viele geplante Maßnahmen, erst das Einverständnis des Franchise-Gebers. Sollte man dieses nicht erhalten, so muss man selbst auf sehr sinnvolle Maßnahmen verzichten. Es kann also durchaus dazu kommen, dass einem in Notsituationen die Hände gebunden sind und die Einnahmen runtergehen oder gar der finanzielle Ruin droht. Aber auch dann, wenn man erfolgreich sein Unternehmen führt, kann eine Hiobsbotschaft nicht ausgeschlossen werden. So ist es beispielsweise schon vorgekommen, dass Franchise-Geber nach Ablauf des Vertrages die Partnerschaft beenden. Sollte man sich in dieser Zeit mühsam sein Unternehmen aufgebaut haben, so ist das natürlich ein enormer Schock. Meistens sind die Verträge aber so ausgelegt, dass man als Franchise-Nehmer in einem solchen Fall alles andere als gut wegkommt. Da selbst eine derartige Situation niemals ausgeschlossen werden kann, hat das Franchise-Geschäftsmodell natürlich seine ganz individuellen Nachteile.