Angestellt und trotzdem selbstständig? Das sollten Sie beachten

Prinzipiell ist es durchaus möglich, dass man sowohl angestellt als auch selbstständig ist. Allerdings gibt es einige Dinge, die man unbedingt beachten sollte. Dazu zählen auch rechtliche Fragen. Sollten die nötigen Voraussetzungen jedoch gegeben sein, spricht im Grunde nichts gegen eine gleichzeitige Tätigkeit. Diese kann unter Umständen sogar sehr sinnvoll sein und bietet einem einige Vorteile. So ist es beispielsweise gut denkbar, dass man das Geld aus seiner Tätigkeit als Angestellter zum Leben nutzt, während das Geld aus der Selbstständigkeit reinvestiert wird. So hat man eine Absicherung, selbst wenn es geschäftlich mal nicht so laufen sollte. Diese ist gerade für Startups sinnvoll, die noch über wenig Kapital verfügen.

Darum lohnt es sich angestellt + selbstständig zu sein:

  • Absicherung durch seine Tätigkeit als Angestellter
  • Gewinne aus dem Unternehmen können zu 100% reinvestiert werden
  • Ideal für Startups mit wenig Kapital
  • Ermöglicht es vielseitige Erfahrungen zu sammeln
  • Möglichkeit bei der Arbeit Kontakte zu knüpfen
  • Potentielle Chance einen Investor zu finden

Voraussetzungen für eine gleichzeitige Tätigkeit als Angestellter und Unternehmer

Wie gesagt gibt es einige Dinge, die beachtet werden sollten, wenn man eine gleichzeitige Tätigkeit in Erwägung zieht. Besonders wichtig ist dabei der rechtliche Aspekt. Dieser sollte auf keinen Fall außer Acht gelassen werden, wenn man nicht vorhat ernsthafte Probleme zu bekommen. Man sollte seine Einkommenssteuererklärung daher immer korrekt ausfüllen. Zwei Einkommenssteuererklärungen sind allerdings nicht notwendig. Beides kann in einem Formular erledigt werden. Dabei erfolgt eine strikte Unterteilung. Die Einnahmen als Angestellter und Selbstständiger werden nämlich getrennt gehandhabt. Neben der Steuer, spielt aber auch die Angestelltentätigkeit und das Verhältnis zum Arbeitgeber eine wichtige Rolle.

Denn wenn man beides machen möchte, sollte man sich auf jeden Fall mit seinem Arbeitgeber absprechen und dessen Einverständnis einholen. Die selbstständige Tätigkeit, darf nämlich nicht die Arbeit als Angestellter beeinträchtigen. In der Regel hat der Arbeitgeber allerdings kein Problem damit, dass man eine selbstständige Tätigkeit ausübt. Es gibt allerdings auch Ausnahmen. Besonders häufig treten diese dann auf, wenn das eigene Unternehmen, in Konkurrenz zu dem des Arbeitgebers steht. In diesem Fall ist eine Absage denkbar. Ein Versuch ist es allerdings wert. Seine selbstständige Tätigkeit zu verschweigen, ist allerdings in keiner Hinsicht empfehlenswert. Schon allein wegen der Tatsache, dass es das Verhältnis zu Mitarbeitern und Chefs anspannt.

Neben diesen grundlegenden Voraussetzungen, sollten aber auch die nötigen persönlichen Voraussetzungen gegeben sein. Denn wer denkt, dass eine gleichzeitige Tätigkeit einfach ist und von jedem bewältigt werden kann, der täuscht sich gewaltig. Ein enormes Durchhaltevermögen und viel Motivation sind wichtig. Denn Freizeit wird man gerade in der Anfangszeit wenig haben. Denn nach Feierabend, wird man sich in der Regel um das eigene Unternehmen kümmern. Dieser Belastung muss man standhalten können. Dabei ist es wichtig, dass man sich Prioritäten setzt. So sollte beispielsweise die eigene Gesundheit nicht darunter leiden. Dazu gehört auch, dass man ausreichend schläft. Viele Startups, die nebenbei noch als Angestellte arbeiten, neigen zu starkem Schlafmangel. Dieser ist aber nicht nur sehr ungesund, sondern auch kontraproduktiv für die Arbeitsqualität.

Warum die gleichzeitige Tätigkeit als Angestellter und Selbstständer so interessant ist

Glaubt man den vorliegenden Statistiken, ist etwa die Hälfte aller Startups angestellt. Zumindest in der Anfangszeit ihres Unternehmens. Warum eine gleichzeitige Tätigkeit so beliebt ist, hat viele plausible Gründe. Dazu gehört auch, dass man um einiges mehr abgesichert ist. Sollte man ein Unternehmen starten und alles darin investieren, hat aber keine anderweitigen Einnahmen, ist man gänzlich auf die Einnahmen seines Unternehmens angewiesen. Da diese in den ersten Monaten aber meist eher spärlich sind, wird man davon nur sehr schwer leben können. Daher ist es wichtig, dass man ich selbst absichert. Das ist wunderbar möglich, wenn man nebenbei als Angestellter arbeitet. So hat man sicher Geld zum Leben und kann, sofern man dies möchte, seine gesamten Einnahmen aus dem Unternehmen reinvestieren. Es gibt echt einige Startups, die auf die Weise sehr erfolgreich geworden sind.

Ebenfalls sollte nicht vergessen werden, dass man zahlreiche Erfahrungen sammelt. Nicht nur als Unternehmer, sondern auch als Angestellter. Letztere Tätigkeit kann einem unter Umständen auch dazu verhelfen, dass man wichtige Kontakte knüpft, die auch für das eigene Unternehmen von Bedeutung sein könnten. Es ist unter Umständen sogar möglich, dass man einen geeigneten Investor findet. Damit das allerdings möglich ist, benötigt man einen guten Draht zur Chefetage. Sollte man hier mit dem ein oder anderen engeren Kontakt geknüpft haben, kann man prinzipiell versuchen, potentielle Investoren von seiner Unternehmensidee zu überzeugen. Eine gute Präsentation, etwas Glück und vor allem eine gute Idee, können hier wirklich Wunder wirken. Eine gleichzeitige Tätigkeit bietet also einige Möglichkeiten, um sein eigenes Unternehmen vorantreiben. Man muss diese nur zu nutzen wissen.