Kann man als Zimmermann viel Geld verdienen? Mit einer selbstständigen Tätigkeit: Ja!

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Es gibt viele Handwerksberufe, die auch weiterhin sehr gefragt sind. Einer davon ist auch der des Zimmermanns. Zimmermänner nehmen eine wichtige Rolle in unserer Gesellschaft ein und sind Experten, wenn es ums Thema Holz geht. In ihrem Metier verrichten sie alle möglichen handwerklichen Aufgaben. Während der Ausbildung verdienen Zimmerer recht gut. Auch das Einstiegsgehalt ist, verglichen mit vielen anderen Berufen, eigentlich nicht übel. Wer jedoch wirklich Geld machen möchte, sollte eine Selbstständigkeit in Erwägung ziehen. Auf diese Weise kann man nämlich einiges verdienen. Vorausgesetzt natürlich, dass man auch das Zeug dazu hat. Eine Selbstständigkeit eignet sich schließlich nicht für jedermann.

Schritt für Schritt Anleitung:

  1. Seine persönliche Eignung überdenken
  2. Erste handwerkliche Aufgaben in seinem Umfeld verrichten
  3. Nach Ausbildungsstellen als Zimmermann umsehen
  4. Sich bewerben und für eine Ausbildung zugelassen werden
  5. Nach 3 Jahren seine Ausbildung zum Zimmermann fertigstellen
  6. Erfahrungen in einem Betrieb sammeln
  7. Die Meisterprüfung in Angriff nehmen und absolvieren
  8. Einen gut durchdachten Businessplan erstellen
  9. Zu einer Bank gehen und einen Kredit beantragen
  10. Als Zimmermann selbstständig machen und gutes Geld verdienen

Unterschied zwischen Zimmermann, Tischler und Schreiner

All diese Berufe haben mit Holz zu tun. Da stellt sich vielen natürlich die Frage, was einen Zimmermann von einem Tischler oder Schreiner unterscheidet. Die Antwort hierauf ist eigentlich recht simpel. Zimmermänner arbeiten konstruktiv mit Holz und sind vor allem beim Hausbau tätig. So kümmern sie sich beispielsweise um Böden, Dächer, Decken und Wände. Tischler und Schreiner hingegen, arbeiten eher dekorativ mit Holz. Ihre Hauptaufgabe besteht im Kreieren von Einrichtungsgegenständen aus Holz. Die Begriffe Tischler und Schreiner umfassen übrigens denselben Beruf. Sie werden nur mundartlich unterschiedlich verwendet. So spricht man im Süden eher vom Schreiner, während im Norden und Osten eher vom Tischler die Rede ist. Letzterer ist übrigens die offizielle Berufsbezeichnung.

Was man für eine Ausbildung als Zimmermann mitbringen sollte

Bevor man eine Selbstständigkeit überhaupt in Erwägung zieht, gilt es erst einmal eine Ausbildung zu machen. Hierfür sollte man einige Voraussetzungen erfüllen. Besonders wichtig ist dabei, dass man Freude am Umgang mit natürlichen Materialien hat. Schließlich arbeitet man als Zimmer vornehmlich mit Holz. Während dieser Arbeit muss man behutsam vorgehen und des Öfteren auf den Zentimeter genau arbeiten. Eine gewisse Feinmotorik und Handgeschicklichkeit, sollte daher auf keinen Fall fehlen. Da man als Zimmermann mit allerlei Maschinen arbeitet, ist auch ein wenig technisches Grundverständnis und generell ein Intereses an Technik sinnvoll. Wie es auch bei vielen anderen Handwerksberufen der Fall ist, sollte man körperlich belastbar sein. Des Weiteren benötigt man ein gutes räumliches Vorstellungsvermögen und gewisse soziale Kompetenzen. Letztere sind vor allem daher wichtig, da man als Zimmermann oft im Team unterwegs ist. Wie es auch bei anderen Baustellen üblich ist, kann es dabei etwas rauer zugehen. Damit muss man umgehen können.

Der Sprung in die Selbstständigkeit – das sollten Sie beachten

Sobald die Ausbildung zum Zimmerer erfolgreich abgeschlossen wurde und man etwas Berufserfahrung gesammelt hat, kann man eine selbstständige Tätigkeit in Erwägung ziehen. Bevor es allerdings in die Selbstständig geht, muss man erst eine Weiterbildung zum Zimmerermeister absolvieren. Andernfalls erhält man nicht die erforderlichen Genehmigungen. Des Weiteren braucht man eine Menge Startkapital. Dieses ist leider zwingend erforderlich. So benötigt man beispielsweise ein Firmenfahrzeug, Maschinen, Werkzeuge, Material und zumindest einen Angestellten. Sollte man dieses Startkapital nicht zur Verfügung haben, gilt es einen guten Businessplan zu erstellen. Mit diesem geht man dann zur Bank und versucht einen Kredit zu beantragen. Sobald dieser bewilligt worden ist, muss die zuständige Handelskammer aufgesucht werden. Dort erhält man seine Handwerkskarte und wird in die Handwerksrolle eingetragen. Anschließend geht es zum Gewerbe- und Finanzamt.

Doch mit diesem Aufwand ist es noch längst nicht getan. Schließlich läuft das Geschäft erst dann, wenn man genügend Aufträge reinkriegt. Diese kommen allerdings nicht von alleine. Zumindest nicht am Anfang. Daher gilt es Eigeninitiative zu ergreifen und sein Gewerbe langsam zu etablieren. Das beinhaltet auch, dass man sich persönlich bei potentiellen Auftraggebern vorstellt und anfragt, ob diese derzeit Bedarf haben. Natürlich wird man auf diese Weise die ein oder andere Absage bekommen, was jedoch ganz normal ist. Auch eine eigene Webseite kann durchaus Sinn machen, wenn man als Zimmermann ein Unternehmen gründet. Das kostet zwar Geld, kann sich jedoch sehr lohnen und sollte als erforderliche Anfangsinvestition betrachtet werden. Früher oder später wird man seine ersten Kunden erhalten. Diese gilt es um jeden Preis zufriedenzustellen. Sollte man das nämlich getan haben, läuft der Rest beinahe wie von selbst. Gerade in Handwerksberufen ist die Mund-zu-Mund-Propaganda das mitunter beste Werkzeug, wenn es darum geht gute Aufträge zu erhalten.

Verdienst eines Zimmermanns während der Ausbildung, als Angestellter und in Selbstständigkeit

Bereits während der Ausbildung verdienen Zimmermänner vergleichsweise gut. Im ersten Lehrjahr sind bis zu 700 Euro möglich. Im zweiten Lehrjahr kann man mit 800 bis 1100 Euro rechnen. Kaum vorstellbar, dass es im dritten Lehrjahr sogar zwischen 1100 und 1400 Euro geben kann. Das sind allerdings nur grobe Richtlinien, die sich von Betrieb zu Betrieb unterscheiden können. Auch das Einstiegsgehalt ist gar nicht so übel. Hier kann man mit etwa 2000 brutto rechnen. Mit zunehmender Erfahrung gibt es dann einige hundert Euro mehr. Allerdings ist es wichtig, dass man bei einem seriösen Unternehmen tätig wird. Es gibt nämlich auch Arbeitgeber, die einen als Zimmermann mit dem Mindestlohn abspeisen. Am besten sehen die Verdienstmöglichkeiten jedoch als Selbstständiger aus. Als solcher kann man (mit eigenem Unternehmen) für eine Stunde durchaus 60 bis 120 Euro verlangen. Hinzukommen eine Aufwandsentschädigung für das Besorgen des Materials und gegebenenfalls Zuschläge z. B. für Feiertagsarbeit. Die zusätzlichen Kosten, die man als Selbstständiger zu tragen hat, sollte man dabei allerdings auf keinen Fall aus den Augen verlieren.