Als Tatortreiniger arbeiten – nichts für schwache Nerven!

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Gewalttaten, Selbstmorde und Morde passieren Tag für Tag. Doch nicht nur die Polizeibeamten haben hiermit alle Hände voll zu tun. Sobald sämtliche Daten erfasst wurden, muss sich nämlich wer ganz anderes um den Tatort kümmern. Die Rede ist vom Tatortreiniger. Der Beruf ist durchaus interessant und dürfte den meisten vor allem aus dem Fernsehen bekannt sein. Allerdings arbeiten Tatortreiniger oft gar nicht mit der Polizei zusammen, sondern werden von jemand anderem beauftragt. Wie man eine Stelle als Tatortreiniger bekommt und was man dafür mitbringen sollte, erfahren Sie in unserem Artikel.

Schritt für Schritt Anleitung:

  1. Ausbildung zum Gebäudereiniger oder Desinfektor machen
  2. Nach 3 Jahren seine Ausbildung abschließen
  3. Bei einer spezialisierten Reinigungsfirma bewerben
  4. Sich gegen die anderen Interessenten durchsetzen
  5. Eine Stelle als Tatortreiniger erhalten
  6. Gut vergütet werden und einer spannenden Tätigkeit nachgehen

Voraussetzungen um als Tatortreiniger zu arbeiten

Im Grunde kann jeder den Beruf des Tatortreinigers ausüben. Es ist nämlich weder ein besonderer schulischer Abschluss, ein spezieller beruflicher Werdegang oder gar ein Studium notwendig. Zumindest ist das theoretisch der Fall. In der Praxis sieht das Ganze dann schon ganz anders aus. Stellen als Tatortreiniger sind nämlich sehr begehrt. Ohne gewisse Qualifikationen, stehen die Chancen bei einer Bewerbung daher eher schlecht. Sinnvoll ist beispielsweise eine Ausbildung zum Gebäudereiniger oder staatlich geprüften Desinfektor. Bei beidem stehen Hygiene und Reinigung im Vordergrund, was eine gute Grundlage ist. Beide Ausbildungen lassen sich innerhalb von 3 Jahren abschließen und haben recht geringe Zugangsvoraussetzungen. Wenn man jedoch hinterher eine Stelle zum Tatortreiniger anstrebt, sollte auf jeden Fall die persönliche Eignung gegeben sein.

Ein Tatortreiniger darf keineswegs zart besaitet sein. Wer also nicht einmal Blut sehen kann, kommt für die Tätigkeit erst gar nicht infrage. Physische und vor allem psychische Belastbarkeit, sind eine Grundvoraussetzung und dürfen auf keinen Fall fehlen. Nicht nur wegen dem was man sieht, sondern auch wegen den Gerüchen, die meist alles andere als angenehm sind. Des Weiteren muss ein Tatortreiniger sehr gründlich arbeiten. Schließlich sollen hinterher keinerlei Spuren mehr erkennbar sein. Ebenfalls muss ein Tatortreiniger eine gewisse Empathie aufweisen. Oftmals hat man als solcher nämlich Kontakt zu den Hinterbliebenen, was eine Menge Taktgefühl, Respekt und Einfühlsamkeitsvermögen verlangt. Man sollte zudem in der Lage sein, sich von dem Geschehen zu distanzieren. Andernfalls ist man langfristig nicht für eine Arbeit als Tatortreiniger geeignet.

Wo findet man eigentlich eine Stelle als Tatortreiniger?

Entgegen der weitläufigen Meinung, arbeiten Tatortreiniger meist nicht eng mit der Polizei zusammen. In der Regel werden sie von Angehörigen oder der Hausverwaltung gerufen, um die verschmutzte Fläche zu reinigen. Daher sollte man nicht beim nächsten Polizeirevier, sondern lieber bei einer Reinigungsfirma anfragen. Doch auch hier gilt es einiges zu beachten. Nur die wenigsten Reinigungsfirmen, haben sich auf das Reinigen von Tatorten spezialisiert und bieten diese als Dienstleistung an. Dafür gibt es einige Unternehmen, die sich ausschließlich diesem Tätigkeitsbereich widmen. Nach solchen sucht man am besten direkt im Internet. Sollte man einen potentiellen Arbeitgeber gefunden haben, gilt es diesen anzurufen. Möglicherweise findet man direkt eine Stelle oder bekommt die Chance, eine spezielle Fortbildung zu bestreiten und damit seine Berufschancen zu steigern. Allerdings sollte einem im Vornherein bewusst sein, dass es unglaublich schwierig ist eine Stelle zu finden. Die Nachfrage übersteigt nämlich bei weitem das bestehende Angebot.

Verdienst eines Tatortreinigers

Aufgrund der recht hohen Anforderungen, ist auch das Gehalt eines Tatortreinigers alles andere als übel. Bereits das monatliche Einstiegsgehalt kann 2500 brutto betragen. Nur sehr wenige Berufe, können hier mithalten. Mit steigender Berufserfahrung und dem Erwerb zusätzlicher Qualifikationen, kann das Gehalt dann auf 3000 bis 4000 brutto ansteigen. Damit lässt sich schon recht gut leben. Prinzipiell kann der Verdienst sogar noch weiter ansteigen. Hierfür ist es allerdings nötig, dass man ein eigenes Reinigungsunternehmen gründet. Das ist natürlich mit enormen Kosten und einem gewissen Risiko verbunden. Sollte in der Umgebung allerdings keine oder nur geringfügige Konkurrenz vorhanden sein, kann sich der Schritt zur Selbstständigkeit lohnen. Allerdings sollte einem bewusst sein, dass man nicht jeden Tag mit einem Auftrag rechnen kann. Eigentlich ist das ja auch ganz gut.

Kommen Tatortreiniger eigentlich nur nach Verbrechen zum Einsatz?

Die Berufsbezeichnung lässt einen vermuten, dass Tatortreiniger ausschließlich nach Verbrechen zum Einsatz kommen. Das ist so allerdings nicht richtig. Tatortreiniger sind generell gefragt, wenn es um intensive und eher unangenehme Reinigungsarbeiten geht. Das ist jedoch nicht nur bei Morden, Schlägereien und Vergleichbarem der Fall. So werden Tatortreiniger beispielsweise auch nach schweren Unfällen gerufen. Das ist beispielsweise dann nötig, wenn sich jemand vor den Zug geworden hat oder ein Autounfall mit tödlichem Ausgang erfolgt ist. Auch hier ist es oft nötig, dass Blut und Leichenreste wie z. B. Gehirnmasse entfernt werden. Ein weiteres Einsatzgebiet sind beispielsweise Messiwohnungen. Hier ist vor allem der Ekel ein wichtiger Grund, weswegen keine reguläre Reinigungsfirma beauftragt werden kann. In den meisten Fällen wird sich diese nämlich weigern, einer entsprechenden Aufgabe nachzugehen.