So werden Sie Konditor – ein Beruf mit Geschmack

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Wer gerne backt und hierfür auch ein gewisses Talent aufweist, sollte eine Ausbildung zum Konditor in Erwägung ziehen. Es gibt schließlich kaum eine bessere Möglichkeit, um seine Backkünste zu entfalten und in die Welt hinauszutragen. Der Beruf des Konditors hat eine lange Tradition. Es ist davon auszugehen, dass Konditoren auch noch in Zukunft gefragt sind. Die Gehaltsaussichten sind übrigens gar nicht übel. Zumindest dann, wenn man die Motivation hat sich beruflich weiterzuentwickeln und von der Masse abheben kann. Das schaffen allerdings nur die wenigsten. Wir zeigen Ihnen was den Beruf des Konditors ausmacht und wie es mit den Karrierechancen steht.

Schritt für Schritt Anleitung:

  1. Nach Ausbildungsplätzen in seiner Umgebung suchen
  2. Sich für freie Stellen als Konditor bewerben
  3. Einen Ausbildungsplatz als Konditor erhalten
  4. Zwischen- und Gesellenprüfung bestehen
  5. Nach 3 Jahren seine Ausbildung abschließen
  6. Erfahrungen in einem Betrieb sammeln
  7. Seminare belegen und seine Künste verfeinern
  8. Eine Weiterbildung zum Konditormeister in Angriff nehmen
  9. Nach gehobenen Konditoreien suchen oder selbstständig machen
  10. Seiner Leidenschaft nachgehen und sehr viel Geld verdienen

Was die Ausbildung zum Konditor beinhaltet und was dafür vorausgesetzt wird

Wer eine Ausbildung zum Konditor anstrebt, benötigt im Grunde nicht mehr als einen Hauptschulabschluss. Allerdings gibt es einige persönliche Voraussetzungen, die man als angehender Konditor unbedingt mitbringen sollte. Besonders wichtig ist dabei eine gewisse Feinmotorik. Schließlich müssen Torten und Kuchen (oft) aufwendig verziert werden. Dabei ist auch Kreativität sehr hilfreich. Konditoren sind nämlich gewissermaßen auch Künstler. Das Schaffen von eigenen Kreationen sollte einem nicht nur liegen, sondern auch Freude bereiten. Auch eine gewisse soziale Kompetenz kann wichtig sein. Die produzierte Ware muss schließlich auch an Kunden weiterverkauft werden. Gerade in der Ausbildung sollte man damit rechnen, dass man diese Aufgabe des Öfteren zugewiesen bekommt. Übrigens ist auch Hygiene ein sehr wichtiges Kriterium. Das ist jedoch generell bei allen Berufen der Fall, in denen man mit Lebensmitteln zu tun hat.

Bei der Ausbildung zum Konditor handelt es sich um eine klassische duale Berufsausbildung. Das heißt, dass ein Teil der Ausbildung im Betrieb und ein Teil der Ausbildung in der Berufsschule stattfindet. Es werden also theoretische und praktische Inhalte gelehrt. Dabei geht es natürlich vordergründlich um das kreieren von Torten, Kuchen, Gebäck, Desserts und was es sonst noch so für Leckereien gibt. Dabei lernt man allerlei Methoden und Rezepte. Wenngleich Konditoren sehr viel mit der Hand arbeiten, so ist heutzutage auch der Gebrauch von Maschinen üblich. Dazu zählen beispielsweise Rühr- und Knetmaschinen. Somit gehört auch deren Bedienung zu den Ausbildungsinhalten. Des Weiteren lernt man die nötigen hygienischen Anforderungen und wie man die Qualität von Zutaten bewertet. Im Grunde also alles Dinge, die einen leidenschaftlichen Backkünstler ohnehin gefallen dürften.

Diese Dinge sprechen gegen eine Ausbildung zum Konditor

Eine Ausbildung zum Konditor birgt leider einige Nachteile. Die Tätigkeit sollte also wirklich nur dann ausgeübt werden, wenn man auch hingebungsvoll und motiviert an die Sache rangeht. So ist es als Konditor beispielsweise üblich, dass man jeden Morgen sehr früh aufsteht. Die zu verkaufende Ware muss schließlich vor Eröffnung des Ladens verkaufsbereit im Schaufenster stehen. Auch Wochenend- und Feiertagsarbeit ist üblich. Besonders dann, wenn es spezielle Aufträge gibt z. B. für Hochzeiten oder Taufen. Außerdem muss ein Konditor auch unangenehme Arbeiten ausüben. Dazu gehört vor allem das Putzen. Da Hygiene unglaublich wichtig ist, muss der Arbeitsplatz nämlich ständig sauber gehalten werden. Hinzukommt noch das magere Gehalt während der Ausbildung. Viele Konditoren erhalten selbst im 3. Lehrjahr unter 500 Euro pro Monat. Im 1. Lehrjahr sind es sogar oft unter 300 Euro. Das ist natürlich sehr wenig und gewährt einem nicht gerade sonderlichen finanziellen Spielraum. Auch das Einstiegsgehalt ist eher mager. Im Schnitt kann man mit 1500 brutto rechnen.

So sehen die Karrierechancen als Konditor aus

Zugegebenermaßen sind die Gehaltsaussichten als Konditor nicht allzu gut. Allerdings hat man die Chance richtig Karriere zu machen. Sinnvoll ist dabei z. B. eine Weiterbildung zum Konditormeister. Mit Abschluss der Meisterprüfung sehen die Verdienstchancen nämlich schon um einiges besser aus. So kann man beispielsweise Führungspositionen in gehobenen Konditoreien belegen. Es gibt einige Konditormeister, die auf diese Weise monatlich zwischen 3000 und 4000 brutto verdienen. Das ist natürlich ein gewaltiger Unterschied zum regulären Konditor.

Aber auch eine Selbstständigkeit kann in Erwägung gezogen werden, sobald man sich offiziell Konditormeister nennen darf. Unter Umständen kann sich das wirklich lohnen. Bei einer eigenen Konditorei gibt es finanziell nämlich viel Spielraum nach oben. Allerdings erfordert das auch gewisse Fähigkeiten in der Unternehmensführung, die man sich gegebenenfalls erst aneignen sollte. Alternativ kann man auch eine Weiterbildung oder ein Studium mit Bezug zu Lebensmitteltechnologie bestreiten. Hier sollte einem allerdings bewusst sein, dass man sich etwas von seiner ursprünglichen Tätigkeit distanziert. Dieser Schritt sollte also sehr gut überlegt sein.